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| Foto: Kik |
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Beim Hören eines meiner Lieblings-Podcasts wollte ich erst meinen Ohren nicht trauen: Einer der Sponsoren bietet Werbetreibenden an: „hunderte von Top-Kreativen ... Ideen für Ihr individuelles Briefing" entwickeln zu lassen. Der Traum aller Kunden, oder? Nicht nur drei, vier Agenturen pitchen lassen, sondern hunderte! Und das beste: Der Kunde zahlt nur für die Idee, die ihn am besten gefällt.
Was erstmal wie ein verhältnismäßig unseriöses Versprechen klingt, entpuppt sich auf den zweiten Blick als ziemlich geniales Geschäftsmodell. „OpenAd.net“ bietet genau dass, was viele Kunden wollen: Einen Wettbewerb der Ideen, ohne großartige Anfangsinvestitionen und mit relativ geringem personellen Aufwand.
Jetzt höre ich schon den Aufschrei, der durch die deutsche Kreativ-Liga geht: „So kann man doch nicht seriös arbeiten!“ und „Da werden doch kreative Hirne schamlos ausgebeutet.“.
Als Liberaler und Gläubiger der freien Marktwirtschaft sehe ich große Chancen für beide Seiten. Ein neuer Marktplatz für die (leider!) vielen arbeitslosen Kreativen der Wirtschaftskrise, wo sich starke Ideen und überraschende Problemlösungen durchsetzen. Niemand ist gezwungen mit zu machen. Dank der Immunität erfährt keiner, wer die Ideenlieferanten sind. Hier haben auch gerade Talente ohne große Namen und Agenturen im Rücken echte Chancen an Aufgaben zu kommen, die sonst an Ihnen vorbei gegangen wären. 11.500 Kreative in 125 Ländern (laut Angabe des Unternehmens) sind ja kein Pappenstiel.
Für mich eine starke Geschäftsidee zur richtigen Zeit (White Lion war einfach zu früh). Mit relevanten Versprechen für alle Zielgruppen und klarem Alleinstellungsmerkmal.
Schade, dass ich die Idee nicht hatte!
„OpenAd.net“ ist Sponsor des Podcasts „The Advertising Show“