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Mittwoch, 7. April 2010

Designer Light


Kampagnenmotiv zur Coke Light Sonderedition Karl Lagerfeld.

Wie Evelyn vom Modenews-Blog berichtet (hier) konnte der Brauseabfüller aus Atlanta nun auch Karl Lagerfeld himself dazu gewinnen eine eigene Coke Light-Flasche zu kreieren. Die zuckerfreie Brause im modischen Outfit gibt es dann wohl ab 24.04.2010 nur im französischen Colette EShop (hier), wie die Vogue wissen will.


Die von Karl Lagerfeld gestaltete Sonderflasche.

Laut Vogue soll Karl der Große "...im Jahr 2000 sein Gewicht mit einer 3D-Diät, bestehend u. a. aus Gemüse und Coca-Cola light, um einige Kilos reduziert zu haben. Als Tribut an den Wundertrank etikettiert er die Aluminiumflaschen nun mit seinem Konterfei und liefert die Werbekampagne gleich dazu. In den Hauptrollen Model Coco Rocha und Baptiste Giabiconi...".

Ich persönlich finde die Flasche sehr gelungen. Was ich von dem Kampagnenmotiv nicht sagen kann. Es wirkt auf mich wenig kreativ und arg gestellt. Vielleicht war Herr Lagerfeld nicht in Stimmung.


Sonderedition Manolo Blahnik aus 2009.

Die Lagerfeld-Flasche stellt nicht die erste Berührung von Coca Cola mit den großen der Modewelt dar. Wie das NRW-Forum (hier) berichtet, hat der Softdrink-Riese bereits im Februar 2009 zusammen mit Schuhgott Manolo Bahnik einen Kreativwettbewerb zum Schuhdesign gestartet und aus diesem Anlass eine Sonderflasche herausgebracht. Zuvor hatte Coke schon mit Zac Posen und Ellen von Unwerth zusammengearbeitet und passende Designer-Flaschen produziert, wie Les Mads (hier) berichtet.


Die Coke Light Designer-Edition aus 2009 (Foto: Coca Cola Pressearchiv).


Dienstag, 16. März 2010

Lagerfeld eiskalt


265 Tonnen arktisches Eis für Chanel-Show (Foto: Wallpaper)

Dass sich die durchschnittliche Chanel-Couture-Kundin herzlich wenig Gedanken, um die globale Erderwärmung macht, verwundert niemanden. Dass sich immer wieder auch Mode-Labels mit Greenwashing hervortun, ist auch hinlänglich bekannt. Dass sich ein gebildeter Mann, wie Karl Lagerfeld aber zu öffentlichen Äusserungen wie "Have you felt any warming this winter?" oder "Maybe that's all nonsense, who knows." hinreißen lässt, wohl eher traurig.





Kurze Zusammenfassung der Show auf YouTube

So zumindest zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters anlässlich der letzten Chanel-Fashion-Show, für die Lagerfeld einen wohl mehr als 265 Tonnen schweren Eisberg in den Pariser Grand Palais hat liefern lassen, um die nächste Winterkollektion adäquat und pressegerecht zu präsentieren. Immerhin soll die Kollektion wenigstens mit Kunstpelzen ausgekommen sein. "There wasn't any real fur, it's all fake. The word 'synthetic' is horrible, fake fur used to be hideous but there's been enormous progress," so Lagerfeld im Interview.





Lagerfeld outet sich als Okö-Skeptiker (Foto: REUTERS/Benoit Tessier)

Es ist nicht das erste Mal, dass Lagerfeld Umwelthemen für seine Shows ge(miss)braucht. Wurde die Frühjahrskollektion im letzten Jahr rund um eine künstlich errichtete Scheune präsentiert. Fotos bei Fabsugar (hier). Auch änlässlich dieser Show fütterte Lagerfeld die hungrige Presse mit der provokanten Aussage, dass Umweltaktivisten sicher einen Punkt hätten, aber lernen sollten, sich besser anzuziehen.


Bei Null Grad mussten die Gäste der Show ausharren (Foto: REUTERS/Benoit Tessier

Der riesige Eisberg kam wohl aus Nordschweden per Schiff und wurde bereits auf der Fahrt von 35 Bildhauern aus der ganzen Welt zu einer fast 10 Meter hohen Eislandschaft verwandelt. Chanels Gäste mussten sich warm anziehen, denn, um die Eiskunstlandschaft bis zur Show erhalten zu können wurde das Grand Palais auf Null Grad herunter gekühlt.

Die Reuters-Meldung im Original (hier).


Mittwoch, 15. April 2009

Cruise Collections

Was bitte ist das nun wieder?

Wenn Sie glauben, der gleichnamige Hollywood-Star und Vorzeige-Dianektiker betätige sich jetzt auch als Designer, liegen Sie falsch. Cruise Collections, auch Collections Croisères genannt, wurden (so Welt Online) ursprünglich für die anspruchsvollen Gattinnen reicher Männer entworfen, die auch im Winter ihren Cocktail in der Sonne genießen wollten und deswegen vor Eis und Schnee in tropische Gefilde flüchteten. Dafür brauchten sie eine angemessene Garderobe.

"Kein schlechtes Klientel", dachte man sich bei Chanel, Celine, Gucci, Ralph Lauren & Co. und schüttelte eine Extra-Sommer-Kollektion für den Winter aus dem maßgeschneiderten Hemdärmel. Und damit auch der Rest der Welt gleich versteht, wie exklusiv so eine Kollektion ist, gaben sie ihr den Zusatz Cruise. Denn "Cruise" bedeutet Kreuzfahrt. Solche Cruise Collections werden immer wichtiger - nicht zuletzt deswegen, weil immer mehr Menschen in der kalten Jahreszeit gen Süden flüchten.

Chanel Cruise Collection 2009 Karl Lagerfeld beispielsweise machte aus der Präsentation seiner Cruise Collection 2009 für Chanel ein großes Tamtam: die Show unter dem Thema Miami Vice inszenierte er an mondänen Pools in Miami Beach. Die Cruise Kollektion 2008 hatte er in einen Hangar in Santa Monica verlegt, wo er seine Models zwei Flugzeugen mit Chanel-Logo, entsteigen ließ.

Wie Gala.de wissen will, hat sich"... John Galliano ... in seiner Cruise-Kollektion von den 60er Jahren und Kreuzfahrten inspirieren lassen. Stars wie Charlize Theron und Jennifer Lopez schauten sich das farbenfrohe Spektakel an."

Wichtiger Bestandteil jeder Cruise Collection sind natürlich Bademoden - man braucht ja schließlich ein adäquates Outfit für das Sonnendeck der Jacht.

Sie machen in nächster Zeit keine Kreuzfahrt? Dann sollten Sie sich trotz winterlichen Temperaturen einen Kurztrip in die Designerläden gönnen, sich von sommerlichen Farben und Formen inspirieren lassen und zumindest in Gedanken einen Segeltörn in der Karibik machen.

Wieder was dazu gelernt.

[Nachtrag vom 29.07.2009]: "The Luxe Croniclesüber die wachsende Bedeutung der Cruise Collections (hier).

[Nachtrag vom 15.05.2009]: Chanel zeiht gerade sein 2010 Cruise Collection in Venedig. Mehr hier.

[Nachtrag vom 28.05.2009]: Les Mads berichtet hier über so genannte Resort-Kollektionen weiterer Anbieter