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Dienstag, 21. Juni 2011

Ralph Lauren: Vom Polo- zum Prolo-Shirt

Es gibt Momente, da muss das Outfit einfach Stimmen: Mexikos Drogenbosse tragen Ralph Lauren (Foto: 2011 AP/Alexandre Meneghini).
Dass sich begehrte Labels ihre Kunden leider nicht aussuchen können, darüber hatte ich ja schon Anfang des Monats gepostet (hier).
Jetzt haben wohl Mexikos Drogenbosse das Label mit dem Polospieler für sich entdeckt und – noch schlimmer – zeigen sich PR-trächtig und stilbewusst auf Verhaftungsfotos, die durch die Weltpresse gehen.
Nun hat Designer Ralph Lauren im Prinzip sicher nichts dagegen, Promis in seinen Designer-Klamotten in der Presse zu sehen, aber Drogenbosse gehören sicher nicht zu seiner PR-Strategie. Dazu kommt, dass deren Anhänger sich die Luxus-Poloshirts im Original gar nicht leisten können und deswegen auf massenhaft angebotene Fake-Ware ausweichen. Laut Financial Times (hier) heißen die üppig bedruckten Polos in Südamerika bereits "Narco Polos" (abgeleitet aus dem spanischen Wort "Narcotráfico" für Drogenhändler). So soll das Modell "J.J." besonders beliebt sein.
Das RL-Shirt, das Gangsterboss José Jorge Balderas bei seiner Verhaftung trug, nachdem er dem paraguayischen Fußballnationalspieler Salvador Cabana in den Kopf geschossen hatte.

Montag, 6. Juni 2011

Wenn Kunden peinlich werden


It-Girl Victoria Beckham siehr man selten Ohne ihre Birkin-Bag. Hermès freut's (Foto: AP).

Unter der Headline "Du kommst hier nicht rein" schreibt die Sueddeutsche vom Wochenende über das Problem von Luxusmarken, von den falschen Kunden gekauft und an peinlichen Kunden gesehen zu werden. Auslöser der durchaus nicht neuen Diskussion war die Flut von Fotos der Schlagzeilen-machenden Berlusconi-Gespielin Ruby, die man selten ohne Louis-Vuitton-Täschchen sah. So sehr sich zum Beispiel Hermès über die Bilderflut ihrer treuen Kundin und It-Girl Victoria Beckham freuen dürfte, so wenig lässt sich letztlich machen, wenn peinliche B- und C-Promies mit dem eigenen Luxus-Label Schindluder treiben.

Wie verschiedene Luxus-Label mit ungeliebten Kunden umgehen, beschreibt der Artikel. Viele halten es mit Hermès: "Wahrer Stil ist nämlich ganz einfach unerschütterlich".

Der Original-Artikel bei Sueddeutsche.de (hier).