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Dienstag, 28. Juni 2011

Werbung für'n Arsch


Der Zweiminutenfilm zur Levi's Rear View Cam auf Youtube.

Alle, die gerne mal einem knackigen Hintern nachschauen, aufgepasst! Vielleicht werdet ihr demnächst mit Levi's' Po-Kamera beobachtet.

Wenn eine Jeans etwas soll, dann doch bitte einen knackigen Po machen. Das soll die Levi's Curve ID angeblich besonders gut können. Und um das spannend zu dramatisieren kam Levi's' Neuseeländische Agentur Colenco BBDO auf die Idee der Po-Kamera. An einem vermutlich mit besonders attraktiven Po ausgestatteten Model heimlich installiert, zeichnete man so die Reaktionen der (nicht nur männlichen) Passanten auf.

Als Viral, ohne Branding, professionell in die Netzwelt gepflanzt (neudeutsch: "geseeded") soll der Film bereits mehr als 6 Millionen mal angeklickt worden sein. Und hat dabei sicher zu weit mehr Gesprächsstoff geführt, als die hundertmillionste Jeans-Anzeige in irgendeinem Jugend-afinen Magazin.

Mehr über Levi's Curve ID und anderen Jeans, die speziell für verschiedene Figurtypen geschneidert werden in meinem Post aus dem letzten Jahr (hier).

Zuerst gesehen bei ibeleiveinadvertising (
hier).
Die Website zum Produkt (hier).


Montag, 28. Februar 2011

Jeanshemd für 335 USD gefällig?


Screenshot des Heller's Cafe Pop-Up-Online Stores bei J.Crew mit limitierten Vintage-Hemden.

335 USD für ein ausgewaschenes Arbeiterhemd? OK, es kommt von J.Crew, es wurde vom japanischen Denim-Kult-Designer Warehouse entworfen, es basiert auf Sammlerstücken von Larry McKaughan, Besitzer von Vintage-Spezialist Heller's Cafe und (jetzt kommt's) es gibt jedes Hemd nur einmal!

Erstaunlicherweise sind bereits heute Mittag schon einige Teile verkauft. Aber darum geht's es dem US-Modelabel J.Crew vermutlich gar nicht. Das ungewöhnliche Angebot ist einfach ein genialer Trick wieder virale Aufmerksamkeit auf die Marke zu ziehen. Wie dieser Post ja schon beweist.

Der virtuelle J.Crew Heller's Café Pop-up-Store (hier)
Die Website von Heller's Café (hier)


Dienstag, 22. Februar 2011

Fünf Millionen Views für Levi's Arschkamera


Ein vermeintliches Amateurvideo zeigt wie die neue Levi's Curve ID Skinny Jeans bewundernde Blicke von Männern und neidische Blicke von Frauen anzieht. Angeblich die bislang erfolgreichste Viral-Kampagne für Levi's. Erfunden hat's die Neuseeländische Agentur Colenso BBDO.


Freitag, 3. Dezember 2010

Süßer, die Glocken nie klingen


Die Website zum Cup Size Choir (Foto Screenshot).

Der "Cup Size Choir". Eine wirklich schöne virale Idee von La Senza einer auf Lingerie spezialisierten Schwestermarke von Victoria's Secret, die sowohl online als auch im Franchise-System stationär verkaufen.

Auf der Website warten sieben Damen, fein sortiert nach ihrer Körbchengröße, darauf bespielt zu werden. Jede kann einen Ton der Klaviatur von sich geben. Gespielt wird mit der Computer-Tastatur. Wer mag kann seinen eigenen Song aufnehmen und an Freunde versenden.

Ein wunderbarer vorweihnachtlicher Marketingschachzug, zumal La Senza gerade jetzt auch die männliche Kundschaft auf ihre Website locken möchte, um die vielen Geschenkoptionen zu präsentieren. Witzig, unterhaltsam, zur Marke passend und mit ungeheurem viralen Potenzial. So etwas hätte man früher nur von Palmers erwartet.


In dem passenden Werbespot werden alle "Noten" einzeln vorgestellt und spielen "Deck the Halls".

La Senza ist eine Marke der Limited Brands (LTD), die mit den Marken www.VictoriasSecret.com., www.BathandBodyWorks.com, www.HenriBendel.com und www.LaSenza.com weltweit mit fast 3.000 Läden vertreten sind.

Wer's gleich mal "Stille Nacht" auf den Damen spielen möchte kann (hier) klicken. "Have a look. Have a play. Have a Merry Christmas."

Dank an Malte Schleemilch für den Tipp!

Die Website von La SENZA (hier).


Montag, 15. Februar 2010

Krieg der T-Shirts


Kleinkunst mit viraler Power: "T-Shirt War"

Unglaublich gut gemachter Stopmotion-Clip für den US-amerikanischen T-Shirt-Drucker/Designer/Versender Rhett & Link. Virale Power

Die beiden Inhaber, die selbst die Hauptrollen übernahmen mussten angeblich über 200 verschiedene "One-of-a-kind-T-Shirts" allein für diesen Film designen und drucken lassen.

Zum Shop geht's (hier).

Zuerst gesehen im Hundertmark-Blog (hier).


Freitag, 29. Mai 2009

Fashion-Blogs in Ihrer PR-Strategie - Schritt 3 von 3

Besonders in schwierigen Zeiten wie diesen, sind viele gezwungen, die Werbebudgets drastisch herunter zu fahren. Um die unvermeidbare Erosion der Marken einzudämmen, gilt es nun nach effizienten Alternativen zu bezahlter, mediengestützter Werbung zu suchen.

Fashion-Blogs sind so ein kostengünstiger, zusätzlicher Kommunikationskanal zu Ihren Zielgruppen. Clever in Ihre PR-Strategie integriert, helfen Ihnen Fashion-Blogs die Mund-zu-Mund-Propaganda für Ihre Marke zu forcieren und Ihre Marke auch ohne kostspieligen Mediadruck bei Ihrer Zielgruppe up-to-date zu halten.

Was Fashion-Blogs sind und wie dieser neue, zusätzliche Kommunikationskanal für Mode- und Lifestyle-Marken funktioniert habe ich hier und hier in früheren Posts kurz beschrieben. Heute möchte Ihnen ein paar Tips geben, wie auch Sie Fashion-Blogs effektiv in Ihre Kommunikationsstrategie integrieren können.

Um das Blog-Format nicht zu überlasten, habe ich meinen Tipp für Sie in drei Schritte unterteilt:

Schritt 1: Die richtigen Blogs für Ihre Marke beziehungsweise Botschaft identifizieren.

Schritt 2: Den richtigen Weg finden, die Blog-Autoren auf Ihre Marke, Ihre Kollektion und Ihre Botschaft aufmerksam zu machen.

Schritt 3: Die in den Blogs veröffentlichte Meinung über Ihre Marke kontrollieren und steuern.

Den dritten und letzten Schritt werde ich hier in diesem Post weiter ausführen.


Schritt 3: Die in den Blogs veröffentlichte Meinung über Ihre Marke kontrollieren und steuern.

Innerhalb der Blog-Gemeinde ist es absolut üblich und weitgehend akzeptiert, neue Kollektionen völlig subjektiv und enthusiastisch weiter zu empfehlen oder auch, sie in der Luft zu zerreißen. Die Blog-Abonnenten erwarten von ihren favorisierten Autoren Meinungen und nicht, wie bei den Print-Titeln, ausgewogene journalistische Berichterstattung. Sie vertrauen den Autoren, auch weil sie wissen, dass hier in der Regel keine wirtschaftlichen Interessenkonflikte bestehen, wie bei den Modemagazinen und deren Anzeigenkunden.

Eine positive Meinung zu Ihrer Marke wird schnell weiterverbreitet und kann Ihre Kollektion oder Marke sogar bestenfalls zum Kult werden lassen. Aber auch ein gut gemachter Verriss verbreitet sich schnell. Auch deswegen sollten Sie ganz sicher sein, die richtigen Fashion-Blogger für Ihren PR-Verteiler selektiert zu haben (siehe Schritt 1). So wird ein eher avantgardistisch orientierter Blog-Autor die letzte Hackett-Kollektion wohl eher verreißen, als empfehlen.

Machen Sie also lieber Ihre Hausarbeiten und selektieren Sie vorher die richtigen Blogs, die richtigen Umfelder für Ihre Botschaft.

Machen Sie bitte niemals den Fehler, negative Berichte über Ihre Marke im Blog zu kommentieren. Blogger sind in der Regel recht entusiastisch und leidenschaftlich subjektiv. Ihr Kommentar kann sehr schnell eine dann unkontrollierbare Flut von Gegenkommentaren auslösen.

Absolut tabu ist es Kommentare zu Gunsten Ihrer Marke in Blogs und Foren zu hinterlassen und dies unter einem Decknamen zu tun. Diese leider nur vermeintlich smarte Propaganda-Strategie kann ganz schnell nach hinten los gehen und hat gerade letzte Woche den Marketingchef der Deutschen Bahn den Job gekostet. Wenn Sie in der Blogosphäre kommunizieren identifizieren Sie Ihren Beitrag oder Kommentar eindeutig als offiziell vom Unternehmen kommend.

Die in den Blog veröffentlichte Meinung über Ihr Unternehmen lässt sich mit etwas Aufwand und Systematik ganz gut beobachten. Zum einen sollten Sie eine Person im Unternehmen bestimmen, die künftig täglich alle relevanten Blogs quer liest, zum anderen kann der kostenlose Service "Google-Alerts" dabei helfen, das Web laufend nach Stichworten zu durchforsten. Selbstverständlich können Sie auch externe PR-Profis mit einem digitalen Clipping-Service beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen einfachen drei Schritten eine erste Starthilfe zum Thema Blogger-PR-Strategie gegeben zu haben. Und sei es nur, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, für sich zu prüfen, ob dieser in Zukunft immer wichtigere Kanal zu Ihrer Zielgruppe in Ihrer eigenen PR-Strategie adäquat berücksichtig ist. Sicher finden Sie im Web auch zu diesem Thema einige hilfreiche, vertiefende und dezidiertere Posts und Tipps.

Über Ihre Meinungen und Kommentare , auch per E-Mail an andreas@wiehrdt.de würde ich mich sehr freuen.