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In Frankfurt am Main werden morgen wieder vom Art Director's Club die begehrten Nägel für die besten und kreativsten Kampagnen in Deutschland vergeben. Bin gespannt, ob diesmal eine Fashion-Kampagne auf's Treppchen kommt.
Freitag, 6. Mai 2011
Nägel für Fashion-Kampagnen?
Montag, 17. Mai 2010
Wieder keinen Nagel für Mode beim ADC
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Logo des ADC-Gipfels 2010 in Frankfurt am Main.
Acht goldene, 56 silberne und 123 bronzene Nägel sind das Ergebnis des diesjährigen ADC-Gipfels in Frankfurt am Main. Dazu 242 Auszeichnungen für überdurchschnittlich kreative und handwerklich perfekte Arbeiten aus allen werbetreibenden Branchen. Eine Branche fehlte mal wieder im alljährlichen Olymp überdurchschnittlicher Kommunikationskonzepte: Die Mode. Ausgerechnet eine Industrie, die, wie kaum eine andere von Kreativität lebt, glänzt mit Durchschnitt, Ideenlosigkeit und Langeweile, wenn es um ihre Kommunikation mit den Kunden geht.
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Aktuelles Motiv aus der Manufakturkampagne von Louis Vuitton.
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Motiv aus der beim ADC eingereichten Delmod-Kampagne.
Ganze zwei Modemarken habe ich zwischen den eingereichten Arbeiten gefunden (mag sein, dass es offiziell mehr waren): Louis Vuitton, mit der Manufakturkampagne und Delmod mit den blühenden Bügeln. Erstere handwerklich gut gemacht, aber ohne Idee, letztere nicht mal handwerklich bemerkenswert.
Nun mag der eine oder andere Mode.Marketeer sagen: "Was interessieren mich Kreativpreise, ich muss verkaufen.", aber auch beim EFFIE (dem deutschen Award für besonders effiziente Markenkampagnen) spielt Modemarketing leider eine Rolle.
Marketing für Mode braucht mehr als einen angesagten Fotografen, ein gern-genommenes Model und eine erreichbare Location. Auch Mode lässt sich mit neuen, kreativen Ideen besser verkaufen. Viel zu wenig Modemarken spielen schon auf der Klaviatur der so genannten neuen Medien. Social Media ist und kann mehr als eine Facebook-Fanpage. Erste gute Beispiele gibt es (hier), (hier) und (hier).
Wäre doch gelacht, wenn sich eine kreative Branche wie Mode auch im nächsten Jahr wieder von einem Baumarkt, wie Hornbach zeigen lassen muss, wie kreative und erfolgreiche Werbung geht.
Die offizielle Seite des ADC-Gipfles (hier).
Wer sehen will, wie kreative Werbung aussieht kann (hier) das ADC-Jahrbuch bestellen.
Samstag, 2. Mai 2009
Unter ferner liefen
Am vergangenen Wochenende traf sich ja wieder mal Deutschlands Kreativ-Elite in Berlin, um sich selbst zu feiern aber vor allem um sich selbst zu jurieren und Nägel zu vergeben, den wohl begehrtesten deutschen Kreativ Award.
Akzeptiert man die ADC-Jury als kompetente Instanz in der Bewertung von kreativer Werbung und die ADC-Nägel und Auszeichnungen als Währung für kreative und ideenreiche Kampagnen, dann ist es schlecht bestellt um Deutschlands Modewerber. In die erlesene Gesellschaft von Marken, die in diesem Jahr mit insgesamt 176 Nägeln und 270 Auszeichnungen geadelt wurden schafften es nur gerade mal zwei! Modemarken:
Mehre Auszeichungen für die Anzeige "Keith Richards" aus der Celebrity-Kampagne von Louis Viutton bzw. Ogilvy, Paris. Diese wunderbare Kampagne schafft es, eine der meist ge-fake-ten Marken für die wahre Zielgruppe begehrlich zu halten. Einfach unglaublich und doch irgendwie glaubwürdig, dass Keith einen Gitarrenkoffer von der französischen Edelmarke besitzt und Tee aus Wedgewood-Tässchen schlürft, während er sich auf den nächsten Gig vorbereitet.
Und immerhin eine Auszeichnung für den wirklich liebevoll und ideenreich gestalteten erotisch-interaktiven Adventskalender von blush Dessous und balls Männerwäsche "thebookoflove.de" von glow, Berlin.
Ich möchte hier ganz bewusst mal den alten Streit beiseite lassen, ob die Auszeichnung durch eine ADC-Jury nun gleichbedeutend sei mit einer erfolgreichen Kampagne. Unstrittig ist aber, dass in Berlin Ideenreichtum und Kreativität belohnt werden. Und davon gibt es offensichtlich nicht viel in der Fashion- und Lifestyle-Welt. Einer Branche die, wie ich erinnern darf, doch eigentlich davon lebt, kreativ zu sein und neue, auch kulturelle, gesellschaftliche Impulse zu setzen. Aber offensichtlich werden Mut und Kreativität in den Designetagen der großen Modemarken eingeschlossen und dringen leider nicht in die Marketing-Etagen vor. Aber: Neues Jahr - neues Glück!
[Nachtrag vom 14.05.2009]: Auch bei den Clio Awards 2009, dem großen internationalen Bruder des ADC-Preises, konnte ich unter den Gewinnern keine einzige Mode-Kampagne entdecken!
Dienstag, 7. April 2009
Ausgezeichnete Modefotografie
Kein Aprilscherz: Am ersten dieses Monats wurden in den Hamburger Deichtorhallen die begehrten Lead Awards verliehen. Mich interessierte hier natürlich die Kategorie "Mood- und Modefotografie des Jahres". Nominiert waren:
* Annuschka Blommers und Niels Schumm, „Yves Saint Laurent“, „Mode Depesche“ Nr. 8
* Nan Goldin, „Hoodoo Voodoo“, „Kid’s Wear“ Nr. 26
* Steven Meisel, „Rock-A-Bellas“, „SZ-Magazin“ Nr. 13
Gewonnen hat Steven Meisel mit den laut www.lesmads.de "... kunstvoll inszenierten Mustern an Models wie Lara Stone oder Kinga Rajzak." (siehe Abbildung). Ende 2007 erschien die Strecke wohl in der Vogue Italia, später dann im SZ-Magazin. Mehr Arbeiten von Steven Meisel hier.
Wieder ein herrliches Beispiel dafür, dass man Mode auch spannend und einzigartig inszenieren kann, wenn die Idee stimmt.
Mit den Lead Awards (laut Spiegel: "Deutschlands führende Print- und Online-Auszeichung") werden herausragende Arbeiten in Publikumsmedien ausgezeichnet. Anders als z.B. beim alljährlichen ADC-Wettbewerb können sich potenzielle Preisträger hier nicht bewerben, sondern werden von einer fachkundigen Jury nominiert.
Die offizielle Website der Lead Awards
[Nachtrag am 22.04.2009: Welche Modewerbekampagnen für auszeichnungswürdig befunden wurden lesen Sie hier.]