Donnerstag, 11. April 2013

Faire Mode von H&M: Billig ist interessanter als Bio

Sehr gut geschriebener Artikel in der ZEIT ONLINE zum vieldiskutierten Thema, ob die aktuelle H&M Nachhaltigkeitsoffensive wirklich mehr ist, als nur ein grünes Feigenblatt: Faire Mode von H&M: Billig ist interessanter als Bio | Lebensart | ZEIT ONLINE

"Helium Harry" soll s.Oliver crazy positionieren

"Helium-Harry" wirbt für s.Oliver (Foto: Screenshot YouTube)














Schon klar. Durchgeknallt funktioniert viral immer. Und laut W&V (hier) schon über 40.000 Views am Tag der Veröffentlichung der beiden neuen Internet-Videos der Marke s.Oliver (hier) bestätigen diese Regel. Aber, "was tut diese Kampagne für die Marke?", fragt sich der (B)Advertiser. Aufmerksamkeit alleine kann es ja wohl nicht sein, was die Digitalwerber von Parasol Island (hier) ihrem neuen Kunden aus Rottendorf versprochen haben. Allerdings entsteht bei mir der Eindruck, dass man hier die gute alte Marke mit der digitalen Brechstange auf jung trimmen will.

Respekt gilt es dem oberfränkischen Textiler allerdings schon allein dafür zu zollen, dass man den Mut hat, Haltung zu kommunizieren, statt nur wieder Klamotten zu bewerben. Mit dieser – im Modesegment keineswegs üblichen – Strategie konnten ja schon einige erfolgreiche Marken substanzielles Geschäft aufbauen.

Ob allerdings die Menschen, denen diese Internet-Videos Spaß bereiten dann auch den Schritt mitgehen, die gute alte Mainstream-Marke s.Oliver hipp und attraktiv zu finden, bleibt für mich fraglich.

Die Spots, sowie weitere Hintergrundinformationen über die neue Kampagne beim Werbefachblatt Werben und verkaufen (hier).

Montag, 25. März 2013

Über kurz oder lang: Neue Kampagne für Tasche von Porsche Design

Mein Lieblingsmotiv aus der neuen Print-Kampagne
von Kemper Kommunikation (Foto: W&V)



















Produkt mit Idee trifft Kampagne mit Idee: Die neuen Motive für erste Porsche Design Damen-Handtasche sind ein echter Hingucker und stammen aus der Frankfurter Agentur Kemper Kommunikation (hier).

Mehr Hintergrund zu der Kampagne bei W&V (hier).



Dienstag, 12. Februar 2013

Mrs. Profit, links liegen gelassen!

Sehr gut geschriebener Post auf dem Profashionals-Blog zu der Frage, warum sich gerade Fashion-Brands so schwer tun, die ausgabefreudige Klientel über 50 adäquat anzusprechen: (Hier)

Dienstag, 15. Januar 2013

Zalando bekämft Retourenquote mit virtuellem Ankleideraum

Zalando testet virtuelle Ankleidekabine (Foto: Screenshot www.zalando.de)



















Über virtuelle Ankleidekabinen als neuesten Schrei im stationären Handel hatte ich ja schon berichtet (hier). Nun versucht sich auch der Retouren-geplagte Modeversender Zalando (hier) an einer "virtuellen Umkleidekabine", wie der Online-Branchendienst "1st.blue" (hier) berichtet.

Wie "1st blue" weiter berichtet "... sind bisher nur ausgewählte Artikel mit einem „Jetzt anprobieren”-Button versehen, der nach einem Klick zum Virtual Fitting Room führt. Dort wird der User gebeten, Größe, Gewicht und BH-Größe anzugeben. Durch „Fortsetzen” gelangt man auf die nächste Seite, auf der sich ein entsprechender Avatar findet. Auf der Folgeseite können dann weitere Einstellungsmöglichkeiten vorgenommen und wichtige Produktinfos, eine Größenempfehlung und der Warenkorb-Button eingesehen werden. Der Avatar lässt sich drehen, außerdem kann ein eigenes Foto als Gesicht hochgeladen und der Hintergrund sowie Frisur angepasst werden. Die Größe wird nach Eingabe der Körpermaße automatisch ermittelt und ist für verschiedene Körperteile zudem mit einer Einschätzung wie beispielsweise „guter Sitz” versehen."

Die Einrichtung des persönlichen Avatars scheint relativ unkompliziert. Bin sehr gespannt, was der Test ergibt und ob sich die "echten" Retouren, also falsch bestellte Größen wirklich signifikant reduzieren.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Mammut gewinnt ISPO-Marketingpreis 2012


Ein Motiv der preisgekrönten Kampagne des Outdoorspezialisten Mammut (Abbildung: Mammut)






































Der Ispo-Award wird in diesem Jahr auch erstmals in der Kategorie Marketing verliehen. An die Marketingkampagne von Outdoor-Spezialist Mammut. Der Titel "Communication of the Year" geht an die Multichannel-Kampagne "150 Jahre Mammut" (Ich hatte hier im Block ja bereits mehrfach über die Marke berichtet: hier, hier und hier). Die Kampagne stammt von der Schweizer Mammut Agentur Erdmannpeisker (hier). Die offizielle Preisverleihung findet am 4. Februar im Rahmen der Messe Ispo Munich statt.

Alle Gewinner des Marketing-Awards (hier) in der W&V.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Was am Ende hängen bleibt – Kosten der Textilhändler

Infografik aus Welt am Sonntag (Abbildung: Screenshot WaS digital)














Interessante Infografik, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten wollte.

Online Stilberatung für Shopping-faule Männer

Die Modomoto-Box mit individueller Auswahl (FoTo: Modomoto)














Dass die meisten Männer Klamotten-Kaufen hassen, wie der Teufel das Weihwasser ist ja nun hinlänglich bekannt. Fast meint man, sie würden lieber zum Zahnarzt gehen, als von Shop zu Shop zu laufen, rein in die Umkleidekabine, raus aus der Umkleidekabine und sein modisches Schicksal die Hände skeptisch beäugter, mehr oder weniger kompetenter Textilfachverkäufer zu begeben. Herrenausstatter wissen ein trauriges Lied hiervon zu singen. Was Kleidungskauf angeht wollen Männer vor allem eins: Effizienz. Schnell rein in den Shop, das passende kaufen und noch schneller wieder raus. Vielleicht auch, um danach genüsslich und mit viel Muße durch die Gänge des örtlichen Technikkaufhauses zu schlendern um die neuesten Gadgets zu entdecken. Denn hier fühlt er sich sicher und kompetent, der Mann. Genau diese unsicheren Modeshopping-Muffel hat eine neue Spezies der Online-Modehändler nun ins Visier genommen. Curated Shopping heißt das neue Angebot oder  "Betreutes Einkaufen", wie Die Welt in ihrer November-Ausgabe titelt. Effizienter Bekleidungskauf mit Stilberatung lautet das Versprechen von Onlinehändlern wie z. B. Modomoto. Und das funktioniert so:

Mann formuliert seine individuellen, modischen Wünsche, Vorlieben, Konfektionsgrößen und budgetären Vorstellungen anhand strukturierter Fragebögen und Checklisten; online oder am Telefon. Anschließend erhält er per Post ein Paket mit auf seine Wünsche und untereinander abgestimmter Outfits. Also Hose mit passenden Oberteilen, Pullovern, Krawatten etc. Was ihm gefällt behält er. Was nicht, geht einfach zurück. Schnell, effizient und ganz ohne Shopping-Stress. Bei der zweiten Bestellung soll es dann noch schneller gehen: Einfach Bedarf formulieren und das nächste Paket rollt an, und noch treffsicherer, denn das System "lernt" aus den Retouren und optimiert die Trefferquote bei Folgebestellungen.

Einer der größten in diesem neuen Marktsegment ist der Berliner Online-Shop Modomoto (hier). "Gut gekleidet – ohne Shopping" lautet das attraktive Versprechen, dass wohl von vielen Männern mit offenen Armen und Börsen begrüßt wird. "Sag uns, wie du modisch tickst, und wir kleiden dich passend ein", formuliert das sterbende Stadtmagazin Prinz das Modomoto-Angebot und hat den Service für sein Leser ausführlich und mit Erfolg getestet.

Website von Outfittery (Foto: Outfittery)


















Alternative zu Modomoto bietet die Berliner Outfittery (hier), wo Mann wohl ausschließlich durch kompetente und attraktive! weibliche Shopping-Berater ans richtige Outfit geführt wird. Als meine persönliche Stilberaterin wurde mit Meike vorgeschlagen.

Schöne Nebeneffekte des neuen Geschäftsmodells sind eine hohe Kundenbindung (wer will denn schon sein Vorgaben und Wünsche noch einmal komplett abfragen lassen?) und eine höhere Spanne, schließlich verzichten Modomoto-Kunden weitgehend auf Preistransparenz und Preisvergleiche und scheinen bereit, sich die Convenience etwas kosten zu lassen.

Da es scheinbar aber auch Shoppingmuffel unter den Frauen geben soll, gibt es vergleichbare Angebote nun auch in der DOB. Übrigens auch alle aus der Hauptstadt! Zum Beispiel Justfab (hier) und der Chicchickclub (hier) . Allerdings hier nicht mit "Überraschungspaketen" sondern einem personalisierten und lernendem Onlineshop.

Montag, 19. November 2012

E-Commerce treibt Mode

Eine kompetent geschriebene Übersicht der aktuellen Key-Player im Fashion- und Lifestyle-E-Commerce (hier) bei Profashionals

Dienstag, 25. September 2012

Milliarden mit Mode: Die 20 reichsten Unternehmer

© Chung Sung-Jun/Getty Images















Von wegen, mit Mode kann man heute kein Geld mehr verdienen. Hier die Liste der 20 reichsten Modeunternehmer in Deutschland; zusammengestellt vom Professionals-Blog (hier).

Montag, 10. September 2012

Schöffel ist dann mal raus

Der neue Spot von Schöffel richtet sich an Genuss-Outdoor-Sportler.

"In ihrer neuen Kampagne "Ich bin raus" wendet sich die Outdoormarke Schöffel gegen die High Potentials, Key Performer, Innovation Driver, Laufbandläufer und Proteindrinktrinker. Die Kreation dazu stammt von der Frankfurter Agentur Ogilvy & Mather. Mit dem Werbeauftritt positioniere sich die Traditionsmarke bewusst "gegen ein übertriebenes Leistungs- und Effizienzdenken, das nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch unsere Freizeit bestimmt", wie es in einer Meldung des Werbefachblatts W&V heißt.

Ich finde die Entscheidung des Schöffel-Managements, sich bewusst nicht an dem branchenüblichen Markenverjüngungs- und High-Performance-Wettrennen zu beteiligen genau so mutig wie richtig. Naheliegend wäre es doch gewesen, die etwas spießig gewordenene Outdoormarke aus Schwabmünchen wahlweise mit einer High-Performance- oder Sportler-Celebrity-Kampagne wieder attraktiv zu machen und die aktuellen Outdoor-Platzhirschen auf ihrem Terrain anzugreifen. Doch das mittelständische Familienunternehmen hat nachgedacht, sich etwas intensiver mit potenziellen Zielgruppen auseinandergesetzt und eine attraktive Nische gefunden. Denn immer mehr Outdoor-Liebhaber haben erkannt, dass es eigentlich unsinnig ist, dem allgemeinen Leistungsdruck der Gesellschaft und Arbeitswelt dadurch ausgleichen zu wollen, indem man genau diese Prinzipien für seine Freizeitgestaltung übernimmt und die Natur als weitere Herausforderung begreift, wo Höchstleistungen zu erbringen seien. Diese wachsende Gruppe von Genusswanderern, -Skifahrern und -Bergsportlern sieht entspannte Naturerlebnisse bewusst als Ausgleich und lehnt den Performance-Wahn und Hightech-Fetischismus der gemeinen Outdoor-Freaks entschieden ab. Genau hier setzt die neue Schöffel-Positionierung an und bietet dieser attraktiven und sicherlich zahlungskräftigen Zielgruppe Identifikationspotenzial mit der Marke. Hervorragend und glaubwürdig umgesetzt in der neuen Kampagne.

Die Website des Unternehmens (hier).