Mittwoch, 13. Oktober 2010

Komando zurück bei GAP


Oben das alte/neue GAP-Logo. Unten das erst kürzlich neu eingeführte.

Wer bisher noch an der Macht der neuen, sozialen Medien gezweifelt hat, wird nun eines besseren belehrt. Massive Proteste treuer GAP-Kunden auf Twitter und Facebook haben das Management des US Textilriesen nun bewogen, das gerade erst für vermutlich viel Geld neu entwickelte Markenlogo nach kurzer Zeit in den Frühruhestand zu schicken.


Herrlich auch die Website craplogo.me (hier) auf der man jeden beliebigen Namen (von 3 bis 10 Buchstaben Länge) in die Form des vermeintlich neuen GAP-Logos bringen kann und die beweisen soll, wie einfach es sich das GAP Management bzw. deren Corporate-Design-Agentur gemacht haben.

Mehr über das Corporate-Design-Desaster bei WiWo (hier).

Und, Danke an Robert von edition20.com, der ersten und besten Suchmaschine für original Designermöbel des 20ten Jahrhunderts, für den Tipp!


Guerilla-Traum aus Heliumschaum


Dieses Video demonstriert, wie der Schaumdrucker funktioniert.

Der neue Schaumdrucker ist in der Lage innerhalb von Sekunden relativ stabile dreidimensionale Objekte aus Schaum zu produzieren. Das in den Schaum eingeschlossene Helium sorgt für den nötigen Auftrieb und Aufmerksamkeit bei den Zuschauern. So schweben auch Firmenlogos aufmerksamkeitsstark in den Himmel. Wenn das keine spannende Idee, für die nächste Shop-Eröffnung oder Guerilla-Aktion ist.

Leider habe ich noch nicht herausfinden können, wer den Schaumdrucker für Promotionzwecke vermietet. Für sachdienliche Hinweise wäre ich sehr dankbar. Im Internet wird häufig auf den Druckerhersteller Brother hingewiesen, der den Schaumdrucker auf der IFA in Berlin zu Werbezwecken eingesetzt haben soll.


Sattelschoner auch mal in sexy

Promo-Strings als Sattelschoner lenken in Amsterdamm die Aufmerksamkeit auf den Schlußverkauf bei Dessous-Anbieter Hunkemöller (Foto: ScaryIdeas).

Sattelschoner aus buntem Billigplastik mit mehr oder weniger lustigen Sprüchen sind ja in Deutschland in der letzten Zeit als Guerilla-Streuartikel ziemlich in Mode gekommen. Nun nutzt der holländische Wäschespezialist Hunkemöller die Idee, um in Amsterdam auf seinen Saisonausverkauf und den Online-Shop aufmerksam zu machen.

Die Hunkemöller-Website (hier)

Clip to Evernote

Kindische Sonnenbrillen


Zwei Motive aus der neuen Print-Kampagne für Glassing Brillen.

Wie einfach manchmal Werbung sein kann, wenn man eine simple Idee überraschend und scheinbar kinderleicht umsetzt, zeigt dieses schöne Beispiel aus der Feder von Y&R, Mailand.

Auf dem Blog von www.ibeleiveinadv.com (hier) gibt es auch noch einen passenden annimierten Spot zu sehen.

Die Website des Auftraggebers Glassing (hier).


Mittwoch, 6. Oktober 2010

DKNY Jeans mit digitalem Cluedo


Das Key Visual der "Room 303"-Kampagne von DKNY.

Wie Brandrepublic.com gestern berichtet, startet DKNY Jeans eine interaktive, vernetzte Online-Kampagne unter dem Titel "Room 303". Im Kern besteht die Kampagne aus fünf aufeinander aufbauenden Animationsfilmchen für's Web mit viralem Potenzial (Webisoden) und soll Aufmerksamkeit auf die aktuelle Herbst-Winter-Kollektion. Wer mitspielen will, muss auf die in den einzelnen Episoden versteckten Hinweise achten und eigene Schlüsse ziehen. Die Story spielt im legendären Chelsea Hotel in New York, in das auch der Hauptgewinner reisen darf.


Der Trailer zur viralen Kampagne.

Der Trailer auf YouTube (hier).
Die Microsite zur Kampagne (hier).
Der Post auf www.brandrepublic.com (hier)
Die DKNY Website findet ihr (hier). Warum hier jeglicher Hinweis auf die virale Kampagne fehlt wissen wohl nur Donna Karans Jeans-Marketers.


Freitag, 1. Oktober 2010

Dänischer Cross-Border-Shop-Betreiber Feggaard setzt fliegendes Silikon in Szene


Szene aus dem Fleggaard-Spot.

Apropos "Advertising with Style". Gerade machten mich Freunde auf einen eigentlich unglaublichen Werbespot aufmerksam. Der Auftraggeber Fleggaard sitzt in Dänemark (wen wundert's) und betreibt so genannte Cross-Border-Shops an der Deutsch-Dänischen Grenzen.

(Hier) geht's zum Spot. Aber Achtung: Der Spot zeigt viel Silikon und nackte Haut.

Nur, falls es euch entgangen sein sollte, der Spot wirbt eigentlich für eine Siemens Waschmaschine zum Superpreis und richtet sich augenscheinlich an eine eher männliche Zielgruppe.

So funktioniert virale Werbung.

Danke an Bodo und Stephan für den Tipp!


Mittwoch, 29. September 2010

1st-blue - Informative Ressource für Mode-Profis


1st-blue ist das interaktive Informations-, Service- und Kommunikationsangebot des First Blue Verlages im Internet (Foto: Screenshot).

"1st-blue" ist ein gut gemachtes deutschsprachiges Online Modemagazin mit Schwerpunkt auf B2B-Themen rund um das Designen, Produzieren und Vermarkten von Mode und Modemarken. Laut Eigenwerbung ist: "1st-blue: das schnellste Info-Portal für Fashion, Style & Urban Culture".

Interessant für die Profis ist der s.g. Business Club, quasi eine VIP-Area für Mode-Marketers, die sich allerdings um Zutritt bewerben müssen.

(Hier) geht's zur Website.


BHs, die Leben retten


Der Emergency Bra hebt nicht nur die weibliche Brust, sondern möglicherweise auch die Lebenserwartung der Trägerin.

Dass Frauen im allgemeinen eine längere Lebenserwartung haben ist ja nichts neues. Nun will eine Medizinerin auf ungewöhnlich kreativem Weg dafür sorgen, dass das selbst im Katastrophenfall so bleibt. Feuer, Explosionen und sogar Bio-Attacken lassen sich möglicherweise überstehen, falls Frau den richtigen BH trägt.

Der rote Emergency Bra lässt sich nämlich blitzschnell zur Atemschutzmaske umfunktionieren. Und weil Frau meistens zwei Brüste hat, ist auch für das Überleben der männlichen Begleitung gesorgt. Aber Achtung Männer! Falls demnächst ein weibliches Geschöpf in eurer Gegenwart den BH auszieht, mag sich eine Naturkatastrophe abzeichnen.

Dass der Phantasie rund um die weibliche Unterwäsche kaum Grenzen gesetzt sind zeigt unter anderem die Show zum Nachwuchsdesigner-Wettbewerb rund um die Zukunft der Dessous, die Triumph kürzlich in London präsentierte (hier). Triumph scheint überhaupt en großes Herz für skurile Erfindungen rund um die Unterwäsche zu haben. Präsentierte man doch im letzten Sommer der staunenden Junggesellinnenwelt den (wohl nicht ganz ernst gemeinten) "Mariage Hunting Bra" (hier).

Der komplette Post bei Welt Online (hier).


Dienstag, 28. September 2010

Greenside macht PR für grüne Fashion- und Lifestyle-Marken

Kai Schmid, einer der beiden Inhaber und Gründer von Greenside (Foto: Diana Bartl für Monte).

Interaktive "Plakate" erkennen Betrachter

Der CNN-Beitrag auf YouTube.

NEC stellt laut CNN interaktive Werbemonitore mit Echtzeit-Gesichtserkennung in Tokio vor. Mit Hilfe dieser Technologie ist man in der Lage die Werbebotschaften individuell auf den jeweiligen Betrachter abzustimmen. Dabei kann das System wohl nicht nur das Geschlecht des Betrachters, sondern auch sein ungefähres Alter bestimmen und in Bruchteilen einer Sekunde das passende Werbemotiv ausliefern. So bekommt jeder die Werbung, die er verdient.

Während die einen "Big-Brother-Is-Watching-You"-Phobien entwickeln loben die anderen die steigende Relevanz der Werbebotschaft für die jeweilige Zielperson.

Interessantes Detail: Die Software ist zusätzlich in der Lage, zu analysieren, wie lange und sogar in welcher Stimmung die Werbebotschaft betrachtet wird.

Donnerstag, 23. September 2010

Sind Promis gut für's Modemarketing?


Das Tiger-Woods-Gate für Nike zeigt die Kehrseite der Promi-Medaille im Marketing (Illustrator unbekannt).

Allen Modemarketers, die (mal wieder) darüber nachdenken, ihre Marke von einem Prominenten präsentieren zu lassen, sei dieser Post des US-Marketing-Fachtitels AdvertisingAge ans Herz gelegt (hier).

Der Author kommt zu dem Schluss, dass der Einsatz von Promis gerade in Zeiten der Social Media mehr Chancen als Risiken bieten, sofern richtig genutzt. Dabei müssen es gar nicht immer die A-Promis mit häufig überzogenen Honorarvorstellungen sein. Mit Bedacht und Kreativität ausgewählt können selbst C-Promis eine gute Investition sein.

Neben dem unbestreitbaren Potenzial von Promi-Strategien, Marken schnell für neue Zielgruppen interessant und attraktiv zu machen weißt der Post aber auch auf die Kehrseite der VIP-Medaille hin. So gab es Kampagnen, die mehr für den Promi als für die Marke taten. Und viele Promis, die durch unvorhersehbares Verhalten erst ihre Fans und dann ihre Marke verrieten. Denken wir nun an Tiger Woods.

Die Modebranche hat ja ein sehr inniges Verhältnis zu Promis. Zum einen, weil viele Designer heute selbst Promi-Status erlangt haben, zum zweiten, weil kein Promi ohne Mode auskommt und zum dritten, weil Modewerbung offenbar nicht ohne Promis auskommt.

Der (B)Advertiser pflegt ja immer zu sagen "Haste keine Idee, nimm 'nen Promi" und prangert die vermehrte Ideenlosigkeit der Modewerber an.

Was ist eure Erfahrung/Meinung zum Promi-Faktor im Marketing? Rausgeschmissenes Werbegeld, sinnvolle Investition oder gar Selbstbefriedigung der Vorstandsetagen?


Abercrombie & Fitch bald in Deutschlands selbsternannten Modehauptstadt?


Kurz vor der Eröffnung des A&F Shops auf der New Yorker 5th Avenue (Foto: Steve Hall).

Wie das Handelsblatt (auf Seite 24 heute) berichtet, plant die US-Modemarke Abercrombie & Fitch nun doch nach Deutschland zu expandieren. Warum die angesagte Preppy- und Yupie-Marke aber ausgerechnet in Düsseldorf seinen ersten Flagship-Store eröffnen will, lässt sich schwer nachvollziehen. Die Stadt der Show-Off-Porschebrillen- und Pelzmäntelchen-Träger und -Innen wäre doch eher ein Ziel für Ed Hardy oder La Martina.

Aber so schnell schießen die New Yorker Lifestyle-Marketer ja bekanntlich nicht. Gerüchte um A&F Stores in Deutschland gab es ja schon viele. So war ja auch schon mal die Münchener Maximilianstraße im Gespräch. Wie das Fachblatt Textilwirtschaft wissen will, soll der Laden im November 2011 auf der Königsallee 17 (wo denn auch sonst?) aufsperren und allein der Umbau soll 25 Millionen Euro verschlingen.

Der Düsseldorfer Laden würde dann die fünfte internationale Filiale von A&F sein.

Wie derhandel.de berichtet, war "Die Abercrombie & Fitch-Gruppe (...) im Dezember 2009 unter großem Aufsehen mit einem ersten Laden seiner Marke Hollister im Frankfurter Einkaufszentrum MyZeil gestartet. Immer noch müssen die Kunden dort Schlange stehen, um in den 600 Quadratmeter großen Laden zu kommen. Laut Textilwirtschaft soll die Produktivität dort bei über 25.000 Euro pro Quadratmeter liegen." Deswegen "... wird die Expansion von Hollister in Deutschland stark forciert. Bis Ende des Jahres eröffnen weitere Läden im Centro in Oberhausen (Oktober), im Elbe-Einkaufszentrum in Hamburg (November) und in der Rhein-Galerie in Ludwigshafen (Dezember). Für 2011 stehen bereits unter anderem Standorte in Köln (Rhein-Center), Neuss (Rheinpark-Center), Dresden (Altmarkt-Galerie) und Dortmund (Thier-Galerie) fest.", so derhandel.de weiter.

Die TextilWirtschaft über A&F: "Abercrombie & Fitch hat seine Wurzeln in einem kleinen
Camping-Laden, der 1892 von David Abercrombie am East River im
südlichen Manhattan eröffnet wurde. 1904 stieg der Rechtsanwalt Ezra Fitch mit ein. In den 60er Jahren bricht der Erfolg ab. 1988 wird A&F für 47 Mio. Dollar vom US-Konzern The Limited (u.a. Victoria´s
Secret) gekauft. Als ein Glücksfall gilt die Berufung von Mike
Jeffries. Der heute 65-Jährige hat die Gruppe seit 1992 zum Erfolg
geführt. Seit 1996 ist A&F an der New Yorker Börse notiert. Seit 2008
allerdings kriselt es. Im vergangenen Geschäftsjahr ist das
Unternehmen nur knapp an der Verlustzone vorbeigestreift."

Wie vielen ehemals angesagten Lifestyle-Marken ist es A&F im Heimatmarkt nicht gelungen aus der Mainstream-Falle zu entkommen. Die einst den trendsetzenden Studenten mit Californian Lifestyle vorbehaltene Marke ist in den USA bereist in der Unterschicht angekommen (das Ed-Hardy-Syndrom). In Europa hat sich die Marke durch künstliche Verknappung ihre Begehrlichkeit noch erhalten.

Die A&F Website (hier).