Montag, 20. Dezember 2010

Waschmittelreklame und Grips - Geht das zusammen?


Ein beispielhaftes Motiv der mit dem Epica Award ausgezeichneten Kampagne von Saatchi & Saatchi Polen für Ariel. Weitere Motive weiter unten.

Waschmittel haben zwar nur indirekt etwas mit Mode und Lifestyle zu tun, aber die Idee hinter der Ariel-Kampagne ist so nett und minimalistisch, dass ich sie meine Lesern nicht vorenthalten wollte.

Für alle die Idee - wie ich - auf den ersten Blick nicht gleich erkannt haben, hier der Reklameerklärer: Um den Claim "Clean like new" bzw. das Versprechen der dauerhaften Farberhaltung zu dramatisieren, nähte Saatchi & Saatchi Poland kurzerhand Herkunftsetiketten in bunte Klamotten, aus Ländern, die schon lange nicht mehr existieren: "Tschechoslowakei (bis 1993), UDSSR (bis 1991), DDR (bis 1990) und Jugoslawien (bis 1992).

Ein seltenes Beispiel für intelligente Waschmittelreklame, die auch schon deswegen hängen bleibt, weil man ausnahmsweise ein wenig Grips aufwenden muss, um die Botschaft zu verstehen.


Donnerstag, 16. Dezember 2010

No Anorak when in Innenstadt!


Outdoorjacken sind schwer im Trend, gerade bei Großstädtern (Foto: Andreas Frücht in nw-news.de).

Siebenundvierzig Jack-Wolfskin und vierzehn The-Northface-Jacken bei einer einzigen Überquerung des Alexandersplatz, zählte eine verwunderte Tagesspiegel-Redakteurin an einem Tag im November.

Was bringt nicht nur Hauptstädter dazu sich in teils sündhaft teure und übertechnologisierten Multifunktionsjacken zu hüllen, die problemlos einer Everest-Besteigung standhielten, um zwischen U-Bahn und KaDeWe zu pendeln? Wie Die Zeit online in einem wirklich lesenswerten Artikel (hier) bemerkt, wurde im Wendland die halbe Führungsriege der Grünen in gleichfarbigen Outdoorjacken mit der markanten Wolfstatze via Fernsehen gesichtet. Worin liegt die Anziehungskraft solcher eigentlich für Abenteuer weit abseits der Großstädte konzipierten Outdoorbekleidung auf biedere Städter, die es kaum bis in den Tiergarten schaffen?

Die Outdoor-Branche boomt jedenfalls, trotz Krise und ohne dass unsere Natur überzulaufen droht, mit ambitionierten Freizeitsportlern. Laut zeit online wurden im vergangenen Jahr 1,6 Milliarden Euro für Outdoorbekleidung ausgegeben.

Ob sich die Outdoorjackenträger auf dem allmorgendlichen Weg zur Arbeit der Natur ein wenig näher fühlen, bleibt zu bezweifeln, schließlich gibt es kaum etwas artifizielleres, als eine Funktionsjacke aus Polyamid und Polyesterfleece, regendicht gemacht mit einer Schicht Polyuretan oder Polytetrafluorethylen. Die Zeit empfiehlt übrigens alternativ Wildschweinfell und Lebertran gegen die Kälte.

Ein besonders hässliche Spezies der in Funktionsplastik gekleideten Füßgängerzonenschleicher ist meiner Meinung nach der eineiige Zwillingsjackenträger: Meist in die Jahre gekommene grauhaarige Ehepaare, die das Budget ein wenig strecken konnten, indem sie die gleiche schrille Farbkombination gleich zwei mal kauften und den Mengenrabatt in Schwarzwälderkirsch investierten.

Neben dem Wunsch, dem Idealbild des rotbäckigen Naturburschen und Abenteurers zu entsprechen, kommen laut Zeit auch noch Kaufmotive wie "Eitelkeit", "Simulation von Grenzerfahrungen" und "Sensation Seeking" (Jochen Schweitzer lässt schön grüßen) für das Outdoorjackenmarketing in Frage. Was auch immer die fleißigen Konsumforscher und Insight-Sucher der Outdoorbranche an Motiven zu Tage bringen, Funktionsbekleidung ist momentan eine Maschine zum Gelddrucken.

Trotzdem schließe ich mich der Überzeugung des Journalisten an, dass Outdoorjacken an Reinhold Messner und in die wilde Natur gehören und in der Großstadt nichts zu suchen haben. Oder anders gesagt: "No Anorak, when in the Innenstadt!"

Zum Lesen des Original-Artikels auf www.zeit.de (hier) klicken.


Mittwoch, 15. Dezember 2010

Mit alten BHs gegen akustische Umweltverschmutzung


Intimissimi macht alte BHs zu akustischen Dämmmatten (Foto: Intimissimi).

Hatte Genosse Honecker noch "Schwerter zu Pflugscharen" abrüsten lassen so versucht der italienische Wäsche-Filialist Intimissimi nun die Welt zu retten, indem man BHs zu Dämmstoffen recycelt. Der hehre Kampf gegen die akustische Umweltverschmutzung dient allerdings letztlich dem schnöden Abverkauf neuer Dessous. Drei Euro ist dem Franchiseunternehmen aus Verona die Rückgabe eines getragenen BHs jedweder Marke wert. Der kommt anschließend in den Schredder und beginnt kurz darauf eine neues Leben als akustische Dämmmatte

Die Aktion ist Kern einer "grünen" sechswöchigen Promotionskampagne für die man eigens Topmodel Irina Shayk verpflichtete. Ob die drei Euro und die Aussicht einen alten BH zur Rettung der Umwelt geopfert zu haben letztlich Motiv genug sind, sich mit neuen Büstenhaltern einzudecken kann ich nicht beurteilen. Laut Intimissimi wurden innerhalb des Promotionzeitraums 40% der BHs über das Recycling-Angebot verkauft. Ein PR-trächtige Idee ist es allemal und "Grün-Sein" scheint ja gerade ein Trend in der Modebranche zu sein. Bob, dem Baumeister wird's freuen.


Für die Receycling-Kampagne hat Intimissimi Top-Model Irina Shayk verpflichtet (Foto: Intimissimi).

Textilrecycling scheint eine Wachstumsbranche zu werden, denn gerade Funktionstextilien oder komplexe Bekleidungsstücke aus einer Vielzahl verschiedener Materialien, wie z.B. BHs stellen die Entsorger vor große Herausforderungen sagt Mirco Campagnari, einer der Inhaber der von Intimissimi beauftragten Rececling-Spezialisten.

Homepage von Intimissimi (hier).
Homepage von Top-Model Irina Shayk (hier).


Freitag, 3. Dezember 2010

Süßer, die Glocken nie klingen


Die Website zum Cup Size Choir (Foto Screenshot).

Der "Cup Size Choir". Eine wirklich schöne virale Idee von La Senza einer auf Lingerie spezialisierten Schwestermarke von Victoria's Secret, die sowohl online als auch im Franchise-System stationär verkaufen.

Auf der Website warten sieben Damen, fein sortiert nach ihrer Körbchengröße, darauf bespielt zu werden. Jede kann einen Ton der Klaviatur von sich geben. Gespielt wird mit der Computer-Tastatur. Wer mag kann seinen eigenen Song aufnehmen und an Freunde versenden.

Ein wunderbarer vorweihnachtlicher Marketingschachzug, zumal La Senza gerade jetzt auch die männliche Kundschaft auf ihre Website locken möchte, um die vielen Geschenkoptionen zu präsentieren. Witzig, unterhaltsam, zur Marke passend und mit ungeheurem viralen Potenzial. So etwas hätte man früher nur von Palmers erwartet.


In dem passenden Werbespot werden alle "Noten" einzeln vorgestellt und spielen "Deck the Halls".

La Senza ist eine Marke der Limited Brands (LTD), die mit den Marken www.VictoriasSecret.com., www.BathandBodyWorks.com, www.HenriBendel.com und www.LaSenza.com weltweit mit fast 3.000 Läden vertreten sind.

Wer's gleich mal "Stille Nacht" auf den Damen spielen möchte kann (hier) klicken. "Have a look. Have a play. Have a Merry Christmas."

Dank an Malte Schleemilch für den Tipp!

Die Website von La SENZA (hier).


Donnerstag, 2. Dezember 2010

4.000 Meter gehn - Mei, is des scheen!


Die Bergprofi-Models in den Mammut Hausfarben haben den Eiger für ein Anzeigenmotiv bezwungen (Foto: W&V).

Das Werber-Branchenblatt W&V würdigt heute das Kampagnen-Shooting der neuen Mammut Extreme-Kollektion 2011/2012 mit einem Beitrag. W&V-Redakteurin Lena Herrmann durfte(?) mit auf die berüchtigte Eiger Nordwand, um die Authentizität der Motive zu bestätigen, die ja in der Vergangenheit immer schon Gegenstand von Spekulation von Photoshop-Phobikern gewesen ist. Wurden doch zur Bewerbung der Profi-Kollektion ("Extreme-Kollektion") ganze Horden von Mammut-bekleideten Bergsteigern auf angsteinflößende Gipfel getrieben.

Interessant an dem Artikel ist für mich die Antwort von Mammut-Chief Marketing Officer Michael Gyssler auf die spannende Frage, wie er denn den Spagat zwischen zwischen einer breiten Käuferansprache und einem glaubwürdigen Image für die Bergsteigerszene hinbekäme. Eine Herausforderung, der ja die meisten Outdoor-Bekleider ausgesetzt sind. Gysslers Erfolgsstrategie ist ein Mix aus qualitativ hochwertigen, innovativen Produkten, die höchsten Anforderungen der Bergsportprofis standhalten und einer medialen Inszenierung für die Wochenend- und Lifestyle-Kraxler.


Dieses aus Menschen geformte X ("X" für "extrem") soll dann im kommenden Herbst für die Mammut Extreme-Kollektion werben (Foto: W&V).

Am Beispiel der Marke Jack Wolfskin kann man gut sehen, was passiert, wenn die kommerzielle Ausrichtung Überhand gewinnt und sich anspruchsvolle Bergsportler angewidert von der Marke abwenden, wenn sie in den Fußgängerzonen im Tal ganzen Armeen von Grauköpfen in Outdoorjacken mit der auffälligen Wolfstatze begegnen. Authentizitätsverlust ist häufig die Kehrseite einer Markenverbreiterung.


Hier noch eine Kollage der alten Motive aus der viel besprochenen und ausgezeichneten Mammut-Kampagne.

Der Beitrag in der W&V (hier).

W&V-Redakteurin Lena Herrmann über die Invasion der Outdoorjacken in deutschen Innenstädten im Kontakter-Blog (hier)


EasyPay von Apple macht Verkäufer zu einnehmenden Wesen


EasyPay im Einsatz im Apple Store (Foto: AppAdvice.com).

Wie macnews heute berichtet testet GAP Inc. in einigen seiner Old Navy-Stores ein neues mobiles Kassensystem von Apple. EasyPay wurde ursprünglich nur für die eigenen, so genannten Apple Stores entwickelt und basiert auf Apples iPod Touch.

Der Vorteil des Systems ist es, dass das Verkaufspersonal selbst Zahlungsvorgänge abwickeln kann. Und zwar weitgehend unabhängig von stationären Kassensystemen und immer dort, wo die Kundschaft sich aufhält bzw. gerade beraten wurde. Die Bezahlung kann auch bargeldlos über nahezu alle gängigen Zahlungssysteme abgewickelt werden.

Dazu wird der iPod Touch um eine Hardware erweitert, in der ein Kartenlesegerät sowie ein Barcode-Scanner integriert sind. Quittungen können über WLAN an stationären Drucker ausgegeben werden, falls das Personal nicht mit Minidruckern ausgestattet ist.



Die EasyPay Hardware von allen Seiten (Foto: Gizmondo.com).

EasyPay stellt gerade in Stoßzeiten, wie z. B. im Vorweihnachtsgeschäft eine interessante und kundenfreundliche Optimierung des häufig mit lästigen Wartezeiten verbundenen Zahlvorgangs dar.


Donnerstag, 25. November 2010

Angriff der Offline-Mode-Händler


Laut tnsinfratest gehört der Onlinehandel mit Bekleidung, Textilien u Schuhen inzwischen zum Umsatzstärksten Segment.

Unter dem Titel "Die reale Welt schlägt im Internet zurück" berichtet wiwo.de darüber, dass große, bisher überwiegend stationäre Händler mit neuen Mehrkanalstrategien immer mehr zu ernsthaften Konkurrenten der Onliner werden. So genannte Pure-Player (also reine Online-Händler) wie z.B. www.yalook.de (hier) oder www.stylefruits.de (hier) gekommen mit Zara, H&M und C&A ernsthafte Konkurrenz im s.g. Online-Distanzhandel. Gerade die so genannten Vertikalen müssen keine Rücksicht auf den niedergelassenen Handel nehmen und können, im Gegensatz zu anderen Mode-Marken, nach Herzenslust online verkaufen und dabei Ihre Synergievorteile ausspielen. So können z.B. Retouren (ein gewichtiger Kostenfaktor im Distanzhandel) bequem über die Filialen in der Offline-Welt abgewickelt werden und Restposten schnell und kostengünstig online an den Mann und die Frau gebracht werden.

Pure-Player müssen sich also, was einfallen lassen, um dem Wettbewerb mit den etablierten Mehrkanal-Händlern davon zu laufen. Ansatzpunkte sind User-freundliche "Killer-Apps", wie z.B. virtuelle Anprobemodule, Fashion-Communities, virtuelle Style-Berater etc.

Der Beitrag bei www.wiwo.de (hier).


Mittwoch, 24. November 2010

Morgen, Kinder, wirds was geben!


Pädophiles Weihnachtsmotiv eines brasilianischen Wäscheherstellers.

Nachdem sich die "Beschwerden" häufen, das "BAD" auf meinem Blog würde in letzter Zeit zu kurz kommen, verspreche ich Besserung und präsentiere gleich mal ein schier unglaubliches Motiv des brasilianischen Unterwäsche-Herstellers D'UOMO. Für wen das ein "Fest" wird und ob es fröhlich endet, bleibt mal dahin gestellt. Die Agentur jedenfalls gehört an den Nordpol geschickt und der Marketingmann bei D'UOMO sollte zur Strafe eine Woche in Unterhosen in die Arbeit kommen.


Dienstag, 23. November 2010

PR ist Eisbergarbeit


(Foto: Ludovic Hirlimann)

Unter dieser Schlagzeile schreibt mir Outdoor- und Mode-PR-Profi Kai Schmid aus der Seele, wenn er formuliert, dass es bei gut gemachter PR darum geht "die Bedürfnisse des Empfängers (also des Journalisten) und nicht die Wünsche nervöser Verkaufsleiter zu befriedigen."

Hier der komplette Beitrag, aus dem für Mode-Profis wirklich empfehlenswerten Online Fachmagazin 1st blue (hier):

„Schönen guten Tag Frau – äh – Ressortleiterin, mein Name ist Susanne Hase, ich bin Praktikantin bei der PR-Agentur Soundso und tu anrufen, ob unsere Pressemeldung angekommen ist.“

Ob der Tag wirklich so gut bleibt, ist abzuwarten. Jedenfalls wird die Journalistin berechtigt sauer und die Praktikantin ist voll ins Messer gelaufen. Wer weiß, wie viele PR-Rookies sich so die Nasen blutig stoßen müssen. Eine Situation, die aber in vielen Agenturen durchaus Standard ist. Als ob Penetranz und Ignoranz die Botschaft einer Meldung besser machen würden.

„Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler“, sagt ein nicht mehr ganz neues, aber umso aktuelleres Sprichwort aus der Agenturwelt. Aber was heißt das im Klartext?

Zunächst muss man sich vor Augen führen, dass die PR nicht als der Erfüllungsgehilfe für die Verkaufsziele einer Werbeabteilung gesehen werden darf. Das kann und darf die PR gar nicht leisten.

Was die PR aber kann, ist Botschaften eines Unternehmens so interessant zu gestalten, dass sich auch Leute dafür interessieren, die sonst gar nicht hingehört oder einen Artikel weiter gelesen hätten. Es kommt also auf die Bedürfnisse der Empfänger an - und nicht auf die Wünsche nervöser Verkaufsleiter. „Friss oder stirb“ – oft herrscht in den Marketingabteilungen die Meinung vor, die PR könne als Allzweckwaffe bei ausgeschöpften Werbeetats sinkende Verkaufszahlen Einhalt gewähren. Nicht selten hört man dazu den Spruch „Setzen Sie doch mal schnell einen Artikel in die Zeitung“ oder schicken Sie die revolutionäre Meldung über die neue bahn brechende Detailverbesserung an einen möglichst großen Verteiler.

Wer so denkt, hat nichts verstanden.

Es bringt nichts mit dem Schrotgewehr in den Wald zu schießen und zu schauen, was vom Baum fällt. Bloßer Massenversand ohne Neuheitscharakter ist bei Journalisten so beliebt wie ein nerviger Klingelton auf dem Handy. Und zusätzliche dilettantische Praktikantenanrufe, die dem Journalisten die Zeit stehlen und womöglich dem Fachmann auch noch die Welt erklären wollen, ist die Telefongebühr nicht wert. Wer sich aber in die Bedürfnisse der Journalisten hineindenkt und eine für ihre Medien interessante Story anbietet, der stößt immer auf offene Ohren." [Ende des Beitrags]

Der Autor Kai Schmid leitet zusammen mit seiner Business-Partnerin Sabine Messner die Münchner Agentur eastside communications, die sich auf Fashion, Sportswear, Lifestyle, Outdoor und Entertainment spezialisiert hat.


Dienstag, 16. November 2010

Fashion-Brands entdecken Social Media


Dieser schnelle Facebook-Dialog zwischen einem weiblichen LOFT-Fan und einer LOFT-Mitarbeiterin setzte eine interessante und inzwischen viel zitierte "Social-Media-Kampagne" in Gang, die unbezahlbare Medienkontakte für LOFT nach sich zog (Mehr darüber im Post auf Mashable).

Ich hatte ja vor einiger Zeit schon über verschiedene mögliche Strategien zur Nutzung so genannter Location Based Services (LBS) für Fashion-Retailer und Brands geschrieben (hier). Nun fast der US-Fashion-Retailer Nordstom die jüngsten Social-Network-basierten Kommunikationsstrategien großer Fashion-Brands in einem sehr lesenswerten Post zusammen:

  • Das Nutzen so genannter Location Based Services
  • Die Produktion und das Bereitstellen relevanten Contents
  • Lernen, Kunden zuzuhören
  • Apps

Besonders interessant ist der Artikel für alle Fashion-Marketer, die noch wenig Erfahrung mit so genannten Social-Media-Strategien besitzen. Sie bekommen hier an vielen anschaulichen Beispielen gezeigt, wie andere Fashion-Brands die Social-Media-Technologien nutzen, um ihre Marken auf neuen und effizienteren Wegen bei ihren Zielgruppen zu aktivieren.

Der Nordstrom-Post über den zunehmenden Einsatz von Social-Media-Strategien der Fashion- und Lifestyle-Brands (hier).


Donnerstag, 11. November 2010

Wie man Erfolg hat, im Online-Fashion-Handel


Spar-Shootings für Online-Shops lassen häufig Emotionalität vermissen. Fehlt die den potenziellen Kunden denn auch? (Foto: brandeins).

Im vergangenen Jahr hat der Online-Anteil des deutschen Versandhandels zum ersten Mal die 50-Prozent-Marke überschritten. Ein Trend, der sich auch im ungleich schwierigeren Modesegment langsam durchsetzt. Schließlich gilt es hier Schwächen, wie das ungleich sachlichere Einkaufserlebnis, die fehlende Haptik, fehlende Beratung und die Ermangelung der Anprobe durch andere relevante Werte auszuwetzen.

Das "etwas andere Wirtschaftsmagazin" brandeins berichtet unter der Rubrik "Was Wirtschaft treibt" in seiner Ausgabe 09/2010 über einen Münchener Unternehmer, der mit Stylebob.de Erfolg hat, in dem noch jungen Segment der Online-Fashion-Händler und beschreibt, was man und es braucht, um in diesem heiklen Online-Segment Fuß fassen zu können.

Den kompletten Artikel in brandeins liest man (hier).

Für alle, die sich gerade mit dem Thema Online-Handel beschäftigen empfiehlt brandeins das Buch "Der neue Online-Handel" (Link am Ende dieses Posts), mit Empfehlungen und Best Practices versucht der Autor Prof. Dr. Gerrit Heinemann, die Lernkurve zu beschleunigen, indem er unter anderem auf die Fehler und Lessons-Learned der Pioniere diese Branche hinweist

Der neue Online-Handel: Erfolgsfaktoren und Best Practices


Mittwoch, 10. November 2010

Wrangler zeigt Verständnis für Männer


Wrangler hat den Mut, Männer zu zeigen, wie sie eigentlich sein wollen (Foto: Cecilia Glick).

Endlich mal eine erfrischend andere Kampagne für Jeans. In diesem Fall Wrangler. Diese Arbeit der Argentinischen Agentur La Comunidad beweist, wie man mit feinfühlendem Zielgruppenverständnis (neudeutsch: Consumer Insights) Kampagnen entwickeln kann, die die Zielgruppe bei Ihren Werten packt, statt nur wieder irgendein Testosteron-Wunder mit neiderregendem Sixpack in eine Jeans zu stecken und sinnlose Dinge tun zu lassen.

Aus der Kampagnen-Idee wurde dann wohl auch gleich der Slogan: "Returning man to his place". Hier geht es in erster Linie gar nicht um eine bestimmte Jeans, sondern um Haltung. Die des Herstellers und die der Marke. Und die signalisiert mit dieser Kampagne Empathie und Verbrüderung im Kampf der waren Männer, ihren angestammten Platz in der Gesellschaft wieder einnehmen zu können.

100 Mal besser als der klägliche Versuch von Dockers, den Männern die Hosen wieder anzuziehen. Mein Post zur Docker's Kampagne (hier).

Zuerst gesehen und weitere Motive bei www.ibelieveinadv.com (hier).