Montag, 2. August 2010

Net-a-Porter hat's geschafft


Das Video vom Interview mit Natalie Massenet, Gründerin des wohl weltgrößten Luxus-Mode-Etailers Net-a-Porter, anlässlich des 10-jährigen Firmenjubiläums (Quelle: www.businessoffashion.com).

Für rund 60 Millionen Euro hatte der Schweitzer Luxusgüterkonzern Richemont (u.a. A.Lange & Söhne, Baume & Mercier, Cartier, IWC, Montblanc etc.) im Frühjahr weitere Anteile von Massenet gekauft und Net-a-Porter (geschätzter Wert rund 400 Millionen Euro) damit übernommen. Anlässlich des zehnjährigen Firmenjubiläums ließ sich die bescheiden und schüchtern wirkende Gründerin des erfolgreichen Luxus-Label-Versenders in ihrem Headquater in London vom Chefredakteur des einflussreichen Business Of Fashion Magazins interviewen.

Mit einem Startkapital von 10 Millionen Euro gegründet, ist Pret-a-Porter einer der wenigen Gewinner der so genannten Dotcom-Blase der Jahrtausendwende.

Aus der Moderedaktion kommend, entwickelte Massenet Net-a-Porter als ihr "magazine, you can shop from". So gelang es ihr die modischen Anregungen eines Modemagazins und den Kaufimpuls zeitlich direkt zusammen zu führen und dabei viele psychologische und logistische Kaufbarrieren einfach auszuschalten.

Massenet spricht in dem Interview auch darüber, wie es Net-a-Porter gelingt, die Akteure der neuen Sozialen Medien, die Fashion Blogger, geschickt für ihren Onlinehandel zu nutzen und auch über Affiliate-Programme am Erfolg profitieren zu lassen.

Die Ehefrau eines erfolgreichen Hedges-Fonds-Manager und zweifache Mutter spricht hier auch erstmalig offiziell über den Launch ihres neuen Men's-Fashion-Portals "Mr. Porter" und stellt de rechtzeitig zum Interview fertig gestellte Net-a-Porter iPad-App vor.

Interessant fand ich auch das Gespräch über die Frage, warum die Fashion-Industrie immer noch Millionen für Presse-wirksame Fashion Shows ausgibt, die den Frauen dann eine Mode zeigen, auf die sie in der Regel noch viele Monate warten müssen. Massenets Antwort ist verblüffend einfach: Setzt einfach eine Saison aus. Nutzt die Shows als Medien-Events. Zeigt die Mode, die dann anschließend an den Handel ausgeliefert wird. Einkäufer lassen sich von Giga-Showsohnehin nicht beeindrucken.

Die offizielle Website von Net-a-Porter (hier).

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