Donnerstag, 15. Oktober 2009

Böse Fakes?


Plakat der Wanderausstellung gegen Plagiate. (Foto: Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V.).

"Schätzungsweise 27 Milliarden Euro Umsatz entgehen der deutschen Wirtschaft nach Angaben des Projektes "Echt Gefälscht" durch Produkt- und Markenpiraterie. Andere Schätzungen gehen von bis zu 50 Milliarden Euro aus." so zitiert die Zeit die Macher der Markenpiraterie-Ausstellung "Echt Gefälscht". Die Wanderausstellung zeigt seit Dienstag in Berlin Originale und Plagiate – unter anderem Schuhe von Dolce & Gabbana und Puma, Parfum von Hugo Boss, T-Shirts von Lacoste und Adidas.

Dabei gehört gerade die Modebranche zu den Hauptgeschädigten. Die Zeit berichtet über einen sächsischen Hersteller von Berufsbekleidung, der wohl bereits 4 Tage nach dem Besuch eines potenziellen Hersteller in Thailand seine Kittel im Internet angeboten sah.

Wie auch die Kommentare zu dem Online-Artikel warnen, sind die Schadenszahlen, die die betroffenen Markenhersteller immer gerne anführen, mit Vorsicht zu genießen. Geht doch man doch gerne davon aus, dass für jeden Fake ansonsten ein Original gekauft worden wäre, was jeder Fake-Rolex-Besitzer verneinen kann.

Trotzdem ist und bleibt Markenpiraterie eine Verletzung von Marken- und Designschutzrechten und kann gerade junge oder mittelständische Markenartikler bösen Schaden zufügen.

Die Ausstellung „Echt Gefälscht“ ist im Haus der Wirtschaft, Am Schillertheater 2 in Berlin-Charlottenburg bis 23. Oktober geöffnet.

Der Artikel bei Zeit Online (hier).
Der Artikel im Tagesspiegel (hier).
Die Website des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. (hier).


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