Montag, 8. März 2010

Helden des Alltags in Discount-Klamotten


Klamotten vom Discounter K&G machen unbesiegbar (Foto: K&C).

Bin im Adweek-Blog gerade über zwei neue TV-Spots des US-Discounters K&G gestolpert. "Kleider machen Leute, aber K&G-Kleider machen Leute unbesiegbar." So oder ähnlich lautete die Kreatividee der Bostener Full-Service-Agentur Mullen (hier) für K&G Fashion Superstores (hier).

Dass Werbung für Textildiscounter häufig gaga ist, haben Kick & Co. ja in Deutschland schon hinlänglich bewiesen. Dass Gaga aber jenseits von nervenden, sprechenden T-Shirts und noch mehr nervenden und noch schlechter sprechenden Veronas (KIK) durchaus Spaß bereiten kann machen uns die Amies nun mal wieder vor.


Die zwei TV-Spots von K&G.


Donnerstag, 25. Februar 2010

Peak streamt Instore-Entertainment auf's iPhone


Die neue Peak Performance Radio-App (Abb.: iTunes-Store).

Outdoor-Fans bekommen jetzt was auf die Ohren und zwar kostenlos. Mit der neuen iPhone-App vom skandinavischen Lifestyle-Outfitter kann man das Instore-Radio-Programm der Peak-Stores auf sein iPhone streamen. Jeder Song kann ge-voted werden. Gefällt einem ein Song, kann man ihn mit einem Klick im iTunes Music Store finden und dort kaufen, sofern er im lokalisierten Store gelistet ist. Da sich der Peak Performance DJ offensichtlich im Schwedischen iTunes-Store inspirieren lässt, klappt das leider meiner Erfahrung nach nicht immer.

Unterlegt ist das ganze mit Fotos der aktuellen Kollektion.

Leider benötigt die Streaming-Technologie relative große Datentransfers und damit auch gute Empfangsqualität und eine großzügige Flatrate.

Die iPhone-App gibt's (hier).


D&G-Show heute live auf dem iPhone erleben


D&G lässt iPhone-Besitzer erstmalig per Livestream an der aktuellen Show teilhaben. (Abb.: Website D&G)

Heute um 15:00 Uhr kommen modebegeisterte iPhone-Besitzer in den Genuss eines exklusiven Livestreams der D&G-Frühjahr/Sommer 2010 Fashion-Show und sind damit vielen eine Nasenlänge voraus.

Dolce & Gabbana sind damit meines Wissens die ersten Fashion-Designer, die einen solchen iPhone-optimierten Livestream anbieten. Ich wette, sie werden nicht die letzten sein.

Am 28.02.2010 folgt um 13:00 Uhr dann der Livestream der Dolce & Gabbana-Show.

Mehr über die Shows bzw. den Livestream (hier).

[Nachtrag 16:20] Mit etwas Verzögerung geht es nun los. Motorradhelme als Handtaschen! Wintermode im Aspen-Lodge-Look

[Nachtrag 16:02] Es ist 16:02 und der Countdown für die Show springt ständig hin und her. Steht gerade auf -11. Bin gespannt, ob es dann wirklich mit leichter Verspätung in 10 Minuten losgeht.


Mittwoch, 24. Februar 2010

North Face stellt SMS-Zäune auf


Markentreue Kunden, die den Geo-Fence betreten werden in den Store gelockt (Abbildung: New York Times)

"Geo-Fencing" heißt eine neue Traffic-Building-Technologie, die der Outdoor-Lifestyle-Spezialist The North Face noch in diesem Monat in einigen Filialen in Nordamerika testen will. Und das soll laut Placecast so funktionieren: Kunden, die sich einem Store nähern erhalten eine Promotion-SMS auf ihr Handy, die ihnen ein Incentive (z.B. eine kostenlose Flasche Wasser etc.) verspricht, wenn sie den Store besuchen. Geo-Fencing legt einfach einen virtuellen Kreis um eine gewünschte Location, in deren Radius die SMS-Benachrichtigungen versendet werden.

Selbstverständlich erhalten nur registrierte Fans der jeweiligen Marke (z.B. via Facebook und Konsorten) solche Botschaften.

Die Nachrichten können sehr flexibel z.B. auf die jeweiligen lokalen Wetterverhältnisse angepasst werden.

North Face plant, laut NYT, auch prädestinierte Outdoor-Locations zu "geo-fencen", um die Marken-Fans vorort mit hilfreichen Informationen zu versorgen.


Wie Placecasts "Location triggered Mobile Marketing" funktioniert, zeigt dieser YouTube-Cast.

Placecast hat, nach eigenen Angaben, bereits rund 1000 solcher Geo-Fences in New York, San Francisco, Seattle und Boston aufgebaut.



Montag, 15. Februar 2010

Krieg der T-Shirts


Kleinkunst mit viraler Power: "T-Shirt War"

Unglaublich gut gemachter Stopmotion-Clip für den US-amerikanischen T-Shirt-Drucker/Designer/Versender Rhett & Link. Virale Power

Die beiden Inhaber, die selbst die Hauptrollen übernahmen mussten angeblich über 200 verschiedene "One-of-a-kind-T-Shirts" allein für diesen Film designen und drucken lassen.

Zum Shop geht's (hier).

Zuerst gesehen im Hundertmark-Blog (hier).


Mittwoch, 10. Februar 2010

Edelmüll


Der neueste "Müll" von Louis Vuitton

Scheinbar braucht es immer spektakulärere Stilbrüche, um den Reichen im Jetset das restliche Geld aus der Tasche zu ziehen. Die neueste kaufbare Provokation kommt aus dem Hause Louis Viutton und heisst "Raindrop Besace Bag". Für "nur" rund 2.000 USD kann man so etwas, wie eine Mülltüte an edlem Ledergeschirr erstehen. Dem Namen nach zu urteilen, ist die wohl edelste Mülltüte der Welt scheinbar als wetterfeste Alternative zu den edlen Lederhandtaschen aus dem Haus ??? gedacht.

Einige Quellen schreiben, die Tasche sei aus einem speziellen Leder gefertigt, dass nur den Look billiger Plastiktüten nachahmt (hier). Andere sprechen von beschichtetem Canvas, wie es LV traditionell schon immer für seine Koffer verwendet.

Die Schulterriemen sind abnehmbar, damit man die Tasche wie einen Müllsack tragen kann. So bekommt der Satz "Schatz, ich bin dann mal den Müll raustragen" eine gänzlich neue Bedeutung und Qualität.


Stilvoller Müll entsorgen.

Marc Jacobs will mit dieser neuen Kreation wohl endgültig beweisen, dass sich die beklopptesten Reichen wirklich jeden Müll andrehen lassen, solange nur das LV-Logo darauf prangt.

Wer (trotz Selbstanzeige des in der Schweiz deponierten Schwarzgeldes) noch ein wenig Geld übrig hat, kann die beiden Modelle wohl ab März auch in Deutschland erstehen.

Ob das ganze nur wieder nur ein geschickter viraler Schachzug ist, um die Marke aktuell zu halten oder ob die Tasche ernsthaft ab März auch auf der Maxistraße kauf- und tragbar sein wird, konnte ich nicht eruieren. Bei LV auf der Website ist jedenfalls nichts offizielles zu finden.

Zuerst gesehen bei Stylefrizz (hier).


Mittwoch, 13. Januar 2010

Luxusminister



Tony Blair bald Berater für LVMC

Wie die Sueddeutsche gestern online berichtet (hier) hat sich die Mutter des wohl berühmtesten Kunstofftaschenherstellers Louis Vuitton Moet Hennessy mit Tony Blair einen Politstar als Berater eingekauft. In dem sehr süffisant geschriebenen, lesenswerten Artikel wird auch darüber spekuliert, ob sich der Ex-Premier in die Reihe von staatstragenden Größen wie Gorbatschow und Horst Schlämmer einreihen und selbst für Luxuskoffer und Herrenhandtaschen werben möchte.

Foto: Wordpress.com


Donnerstag, 7. Januar 2010

Schnelle Ski-Werbung


Alte Anzeige für Fischer Ski.

Zurück aus dem Winterurlaub und die ersten Tage auf Skiern gestanden in dieser Saison. Immer wieder spannend, beim Warten auf den Lift, zu sehen, wie viele Generationen Ski so vor, hinter und neben einem stehen. Ist schon irre, was sich die Skihersteller so alles schon haben einfallen lassen, um uns mit den Skier der letzten Saison schon alt aussehen zu lassen und uns das Geld für ein Paar neue aus der Tasche zu locken. Dabei gab es unter den "Dinosauriern" ein paar echte Design-Klassiker. Z.B. der Fischer mit den ausgestanzten Dreiecken in den Spitzen. Wahrscheinlich um den Windwiderstand zu minimieren? Und wo sind eigentlich die aufklappbaren Dreiecke an den Spitzen geblieben, die einen davon abhalten sollten, die Spitzen zu kreuzen und so Stürze vermeiden? Können heute alle besser Skifahren?

Verschwunden auch die teilweise wirklich tollen Anzeigen für Skier. Oder sind die nur noch in Skimagazinen zu finden, die ich nie lese? Der ISO50-Blog hat gerade ein paar schöne alte Anzeigenmotive herausgesucht (und sucht weiter), die es Wert sind betrachtet zu werden (hier).


Montag, 30. November 2009

Louboutin did it again


Quelle: Kevin Mazur/AMA2009/WireImage (2); Courtesy of Christian Louboutin.

Nicht dass meine Leser denken, ich wäre besessen von Louboution und seinen rotbesohlten Highheels, aber der Edelschuhdesigner macht momentan scheinbar alles richtig und spielt die PR- und Marketingklaviatur nach allen Regeln der Kunst. Nach seinem letzten Coup, der Kooperation mit Edelchampagner Pieper-Heidsieck (mein Post hier) nun ein eigener Song von Ex-Mimin und Neu-Pop-Star J.Lo: "Louboutins" ist der Titel der ersten Single-Auskopplung aus ihrem neuen Album. Und es geht darin um eine Frau, die einem Mann, der sie schlecht behandelte weg läuft. Erhobenen Hauptes und selbstbewusst, auf Highheels mit der roten Sohle. Quasi als stylisher Stinkefingerersatz.


Cover der Single-Auskopplung. (Quelle: Wikipedia).

Konsequentermaßen wurde Jennifer Lynn Lopez dann auch mit einem eigens für ihren Auftritt designten Paar Louboutin-Stiefeletten zur Vorstellung ihres neuen Hits anlässlich der American Music Awards geschickt.

Louboutin macht eindrucksvoll vor, wie man mit geschicktem Kooperationsmarketing Modelabels aktuell und hipp halten kann.


Montag, 23. November 2009

Set gespart


Motive der aktuellen iBC-Brand-Kampagne.

Auch mal eine Alternative, wenn das Budget keine Location hergibt und der weiße Limbo zum Gähnen anregt. Die neue Kampagne der Japanischen iCB-Brand zeigt Motive des Kanadischen Künstlers Geoff McFetridge.

Das Model ist Anja Rubik. Die Aufnahmen stammen aus der Kamera von Terry Richardson, der ja schon für die Sommer-Kampagne 2009 auf virtuelle Hintergründe setzte (siehe Scans weiter unten.). Die Kunstwerke im Hintergrund stammen von Geoff McFetridge. Die Website des Künstlers (hier). Die Website des Labels (hier).


Letzte Saison noch unter dem Thema “iCB-Brand girls loves the Pink Panther”.


Freitag, 13. November 2009

Rucke di guh, wess Champagner ist im Schuh?


Als limitierte Luxusedition präsentieren Piper-Heidsieck und Louboutin dieses extravagante Geschenkset, verpackt in einer schwarzen Schatulle und mit einer von Louboutin dekorierten Flasche "Cuvée Brut".

Champagner und Dekadenz sind bekanntlich ein wunderbares Paar (Schuhe). Und so lässt die Champagner-Marke Piper-Heidsieck ein altes Ritual wieder aufleben. Bei dem - so die Überlieferung - im Paris des 19. Jahrhunderts Bohemiens aus London und St. Petersburg in zweideutigen Etablissements Champagner aus den Stilettos ihrer bevorzugten Courtisanen schlürften. Das wiederum inspirierte den ungekrönten Schuh-Gott Christian Louboutin ("High Heels sind toll im Bett!") zu einer Kreation, die ihres gleichen sucht. Ein High Heel, der seinen Namen wirklich verdient. Ganz aus opaken Kristall mit einem Absatz, der an den Stiel eines Champagner-Glas erinnern soll. Selbstverständlich mit der obligatorischen roten Sohle (diesmal transparent!), die ja das weithin erkennbare Markenzeichen des französischen Designers mit Absatz-Tick ist. Aus dem Pressetext: "... die rote, durchsichtige Sohle verleiht den Kristallperlen des Champagners die Farbe der Leidenschaft und des ewigen Spiels der Verführung."


Der Commercial zur Aktion.

Der Commercial zur märchenhaften Marken-Amour-Fou basiert auf Aschenbrödel und zeigt, wie sich Prince Charming erst in Cinderella und dann in ihren Schuh verliebt. Anders als im Märchen denkt der betörte Prinz gar nicht daran daran, nach seinem Aschenputtel suchen zu lassen. Er hat ja ihren Schuh und noch reichlich Champagner. Und einen Fetisch hat er wohl auch.

Will man, wie Pince Charming, aus dem Schuh seiner Auserwählten schlürfen, muss man allerdings 350 € auf den Tisch des Hauses Piper-Heidsieck legen.


Ich finde, eine klasse und kreative Marketingidee. Mit viel Fingerspitzengefühl kreiert. Hier passen zwei Marken hervorragend zusammen, können sich gegenseitig befruchten (oder besser stimulieren) und Impulse für's anstehende Jahresendgeschäft (Champagner) geben.


Der Maestro himself.

Die Microsite zur limitierten Edition (hier).
Die Website von Louboutin (hier)
Mein früherer Post zu einer sehenswerten Werbekampagne für Louboutin-Schuhe (hier).


Donnerstag, 12. November 2009

Passender Job zum Outfit


Screenshot der Bewerberseite von comma,

Wie man sich richtig kleidet, um seinen Chancen auf einen Job bei comma, zu erhöhen, zeigt der geneigten Bewerberin die Website des Rottendorfer Textilunternehmens. Drei Basis-Looks werden angeboten: Jeans mit Strickjacke für Bewerberinnen auf einen Produktionsjob, Weiße Bluse mit Kostüm für Management-Aspirantinnen und die Jodhpurhose für die Pressestellenbewerberin. Die passenden Jobs zum Outfit gibt's per Klick. Zur Zeit Designerinnen und Store Managerinnen.

Schöne Idee!

Zur Website geht's (hier).