Dienstag, 14. Juni 2011

Unisex sells


Die neuen Motive für Levi's Modell 512 Unisex. Entwickelt von der Miami Ad School, fotografiert von Teo Bazgu und zuerst gesehen bei scaryideas.com.

"To make a long story short" ist immer ein Erfolg versprechender Weg zu richtig guter Werbung. Ob die Unisex-Jeans von Levi's eine clevere Produktidee ist oder nicht und ob sie wohl eher von Männern oder Frauen gekauft werden wird, wird sich zeigen. Ob die wirklich gute Kampagne der Miami Ad School (hier) eine echte Auftragsarbeit des Jeans-Erfinders aus San Francisco oder nur eine Fingerübung für Reklamestudenten ist, konnte ich nicht herausfinden, schmälert aber deren Klasse nicht im geringsten. Sachdienliche Hinweise meiner Leser hierzu werden aber gerne entgegen genommen.


Montag, 6. Juni 2011

Wenn Kunden peinlich werden


It-Girl Victoria Beckham siehr man selten Ohne ihre Birkin-Bag. Hermès freut's (Foto: AP).

Unter der Headline "Du kommst hier nicht rein" schreibt die Sueddeutsche vom Wochenende über das Problem von Luxusmarken, von den falschen Kunden gekauft und an peinlichen Kunden gesehen zu werden. Auslöser der durchaus nicht neuen Diskussion war die Flut von Fotos der Schlagzeilen-machenden Berlusconi-Gespielin Ruby, die man selten ohne Louis-Vuitton-Täschchen sah. So sehr sich zum Beispiel Hermès über die Bilderflut ihrer treuen Kundin und It-Girl Victoria Beckham freuen dürfte, so wenig lässt sich letztlich machen, wenn peinliche B- und C-Promies mit dem eigenen Luxus-Label Schindluder treiben.

Wie verschiedene Luxus-Label mit ungeliebten Kunden umgehen, beschreibt der Artikel. Viele halten es mit Hermès: "Wahrer Stil ist nämlich ganz einfach unerschütterlich".

Der Original-Artikel bei Sueddeutsche.de (hier).


Freitag, 6. Mai 2011

Nägel für Fashion-Kampagnen?


In Frankfurt am Main werden morgen wieder vom Art Director's Club die begehrten Nägel für die besten und kreativsten Kampagnen in Deutschland vergeben. Bin gespannt, ob diesmal eine Fashion-Kampagne auf's Treppchen kommt.


Freitag, 29. April 2011

Wrangler verbrennt Werbegeld


Der neueste Spot von Wrangler zeigt Stuntmen (ich hoffe zumindest!) bei der Arbeit.

Die W&V stellt heute einen neuen TV-Spot des Denim-Klassikers Wrangler vor. Die Marke hat es, laut W&V, schwer sich im Mainstream-Denim-Segment gegen die Billig-Jeans der Vertikalen und Discounter durchzusetzen und versucht nun, mit gewöhnungsbedürftigen Spots wie diesem, die Marke wieder begehrlicher zu machen.

Vielleicht bin ich ja nicht Zielgruppe, aber mich hinterlässt dieser Spot ratlos. "Da will man an die alte Wrangler-Historie der Jeans für harte Wild-West-Männer und -Frauen anknüpfen und interpretiert mit zeitgemäßen Stilmitteln", würde der Reklameerklärer sicher zu vermitteln versuchen. Ich finde den Spot – trotz schockierend gemeinter Szenen – einfach nur langweilig. Lust auf eine scheinbar Feuer-resistente Wrangler-Jeans macht er mir nicht. Auch eine Art, Werbegelder zu verbrennen.


Werden Kundenmagazine die neuen Starverkäufer?

Online-Mode-Händler Zalando nutzt das Offline-Medium Kundenmagazin, um die Zalando-Welt "... emotionaler präsentieren zu können."

Das Werber-Fachblatt W&V beschäftigt sich heute in einem kurzen Artikel mit dem Thema Kundenzeitschriften im Modefachhandel. Aufhänger ist Zalando, die ihr Magazin inzwischen auf immerhin 84 Seiten aufgeblasen und mit 19 Anzeigen refinanzieren. Damit ist der Berliner Online-Händler in bester Gesellschaft mit H&M, 7Trends und Otto mit "all about shoes", die mit diesem zusätzlichen Ansprachekanal ihre Kunden zu mehr Umsatz verführen wollen.

Die Frage nach Sinn oder Un-Sinn eines eigenen Kundenmagazins stellt sich gelegentlich jedem Modehersteller und -händler. Lassen Sie mich hier kurz einige Chancen, aber auch die Risiken von Kundenmagazinen für das Modemarketing kurz erläutern:

  • Chancen
  • Kundenmagazine können zusätzliche Kaufanreize schaffen
  • Gedruckte Kundenmagazine können den Traffic am POS erhöhen (stationärer oder Online-Handel)
  • Kundenmagazine helfen Kunden zu binden
  • Kundenmagazine unterstützen das so genannte Cross Selling
  • Kundenmagazine können die Markenwelt erleb- und erfahrbar machen
  • Risiken
  • Kundenmagazine sind zeit- und kostenaufwendig (wenn gut gemacht)
  • Um mit Bezahl-Magazinen konkurrieren zu können, müssen Kundenmagazine einen hohen Qualitätsanspruch haben
  • Die Entscheidung für ein Kundenmagazin ist eine langfristige
  • Ohne geeignete Distributionskanäle erreichen Kundenmagazine die Zielgruppe nicht

Hat man sich für das CRM-Tool Kundenmagazin entschieden sollte man unbedingt auf hohe redaktionelle Qualität achten und sich an den klassischen Bezahl-Magazinen orientieren. Sonst landet das teuer produzierte Kundenmagazin ungelesen im Papierkorb. Ein aufgepimter Vertriebskatalog ist bestenfalls ein "Magalog", aber noch lange kein Kundenmagazin.

Kundenmagazine oder besser relevanter redaktioneller Content, verbunden mit Produktinformationen haben auch längst Einzug in die eShops gehalten. Besonders gut macht das zum Beispiel MR PORTER, die männliche Version von NET-A-PORTER.COM. Hier werden gut gemachte redaktionelle Beiträge clever mit Shopping-Links verknüpft (hier).

Gut gemacht, kann ein Kundenmagazin viel bewirken, für den Verkauf, aber auch für die emotionale Bindung Ihrer Kunden. Das W&V-Interview mit Zalandos Marketingstrategin Saskia Appelhoff (hier).

Laut Manager Magazin (hier) wird Zalando inzwischen auf 1.6 Milliarden Euro bewertet!

Dienstag, 19. April 2011

Verblüffende Runway Show von Burberry's


Interessante Runway Show von Burberry's in Beijing. Soweit sich dem Amateurvideo entnehmen lässt, eine choreografisch perfekt gemachte Mischung aus Video-Einspielung und echten Models. Im Internet ist häufig von "holografischer Show" zu lesen.

Hat jemand mehr Infos dazu, wie's gemacht wurde?

Mehr darüber in der HuffpostStyle (hier).


Freitag, 18. März 2011

“Ergonomie hat mich noch nie interessiert”


Louboutin-Schuhe, fotografiert von David Lynch.

... , sagt Christian Louboutin. "Ach, was!" sagt der (B)Advertiser.


Mittwoch, 16. März 2011

Hiobsbotschaften allerorts und Zalando macht Party


Peinliche Anzeigenschaltung in unpassendem Umfeld: Zalando hatte wohl nur die Reichweite im Auge? (Foto: www.textberater.com).

Gerade die Seiten der Newsanbieter erfreuen sich in diesen Katastrophentagen besonderer Beliebtheit bei den Usern und rücken damit als Reichweitenbringer in das Relevant Set vieler Onlinewerber. Es gehört allerdings ein wenig Grips dazu, zu überlegen ob und wie die eigene Werbebotschaft in das sensible News-Umfeld eingepasst werden kann. Bei Zalando und einigen anderen Heavy-Online-Werbern scheint man sich diese Mühe nicht gemacht zu haben, wie das oben genannte Negativbeispiel zeigt. Es stammt aus einem lesenswerten Post des Blogs Textberater.com (hier).


Grüne Marken bevorzugt



Grüne Marken haben beim Verbraucher die Nase vorn.

Laut welt.de (hier) genießen Marken, die sich für die Gesellschaft (Corporate Social Responsibility) und vor allem die Umwelt einsetzen (so genante "grüne" Marken) den Vorzug bei den Verbrauchern, und stützt sich dabei auf die neueste Ausgabe der jährlichen Studie "European Trusted Brands 2011" des Magazins Readers Digest. Danach schätzen zwei Drittel der Deutschen vor allem solche Produktmarken, die als umweltfreundlich gelten. Gewinner unter den vermeintlich grünen ist eine blaue Marke: NIVEA.

Traut man der Studie, so lohnt es sich auch für Mode- und Lifestyle-Unternehmen immer mehr, ihre Marken glaubwürdig in Bezug auf Umwelt- und Ressourcenschonung nachhaltig zu positionieren. Dabei scheint die Produktkategorie nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Verbraucher erwarten nachhaltiges Umweltmanagement nicht nur mehr von zum Beispiel Lebensmittel-oder Energieerzeuger-Marken. In der Markenkategorie Bekleidung hatte übrigens C&A bei den Befragten die Nase vorn.

Die offizielle Website zur Studie ist (hier).


Dienstag, 15. März 2011

Converse: Weltgrößter Chuck zur GDS

Converse: Weltgrößter Chuck zur GDS

Ich mach' mich nass.


Gabor-Marketing lebt feuchte Träume im TV aus (Foto: W&V).

Mit der Headline: "Feuchte Träume eines Schuhfetischisten" betitelt das Reklamebranchenfachblatt W&V heute einen Post über einen neuen TV-Spot des Rosenheimer Schuhverkäufers Gabor. Den gewollt aber irgendwie nicht gekonnten Spot und den (gerechtfertigten) Spott der Redaktion gibt es (hier) zu sehen.


Montag, 14. März 2011

Social Location Marketing - noch Fragen?


Fragen zum Thema Social Location Marketing beantwortet der unten genannte Post bei MarketingProfs (Abbildung: MarketingProfs).

Regelmäßigen Leser meines Blogs dürfte meine Vorliebe für so genanntes Social Location Marketing oder auch Location Based Marketing genannt nicht verborgen geblieben sein. Frühere Posts zum Thema auch (hier), (hier) und (hier).

Skeptiker stellen dass von mir immer wieder propagierte Potenzial dieser neunen Promotionkanäle gerade für den stationären Mode- und Lifetsyle-Handel gerne in Frage. Sie stellen Fragen wie zum Beispiel "Ist den überhaupt schon die kritische Masse von regelmäßigen Usern so genannter Social Location Networks (Gowalla, Foursquare, Facebook Places usw.) erreicht, damit sich Marketing dort lohnt?" oder "In welchen der vielen konkurrierenden Networks finde ich den meine spezielle Zielgruppe an besten?". Kompetente Antworten auf diese oder ähnliche Fragen finden meine Leser in dem beliebten MarketingProfs-Blog "www.mpdailyfix.com" beziehungsweise in dem aktuellen Post von Ann Handley mit dem Titel "5 Questions (and Answers) About Social Location Marketing" (hier). Ann bezieht sich hier auf das neue Buch von Simon Salt, Gründer und CEO der erfolgreichen US-Agentur IncSlingers mit dem Titel "Social Location Marketing: Outshining Your Competitors ..." (hier), dass oben genannte Fragen und vieles mehr zu diesem neuen Marketing-Tool beantwortet:

  • Learn the surprising realities about who uses social location software
  • Know your customers and their motivations–and build marketing plans around them
  • Develop communities of customer advocates who’ll work on your behalf
  • Use games, competitions, time-limited offers, and other innovative approaches
  • Successfully reach teens, tweens, women, or men
  • Discover proven approaches for fashion, retail, hospitality, and restaurants
  • Effectively handle criticism, and transform negatives into positives
  • Understand the privacy issues associated with social location marketing (Quelle: www.theincslingers.com/)


Buchtipp zum Thema: "Social Location Marketing: Outshining Your Competitors on Foursquare, Gowalla, Yelp & Other Location Sharing Sites" (Foto: Amazon.de).